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ARS ELECTRONICA: 50.000 waren in der "Second City"
Kein Entkommen vor der Ars
"4 Kai" - "Für Kai", geschrieben in riesigen Lettern aus Handtüchern auf der Donaulände. Eine Gruppe von jungen Linzern hat sie aufgelegt - zur Erinnerung an ihren Freund Kai, der an Leukämie verstarb und heute begraben wird. Wahrscheinlich die berührendste der mehr als 150 Aktionen, die für den "Überflug", das "Gruppenfoto von ganz Linz" geplant gewesen wären.

Der Höhepunkt des diesjährigen Festival Ars Electronica ist aber vorerst im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen - so wie auch andere Veranstaltungen vom Regen beeinträchtigt oder verhindert wurden.

Dennoch ziehen die künstlerischen Leiter Christine Schöpf und Gerfried Stocker eine positive Bilanz: 530 Künstler aus 29 Ländern sind in den vergangenen sechs Tagen zum Festival mit dem Thema "Goodbye Privacy - Welcome Publicity" gekommen, 533 Journalisten berichteten und gar 50.000 Besucher - ohne das Publikum der Linzer Klangwolke mitzurechnen - schauten in der "Second City" in der Marienstraße vorbei. Das ergab eine Frequenzmessung, wie sie sonst in Einkaufsstraßen verwendet wird. "Unsere Rechnung, uns in den öffentlichen Raum zu verlagern, ist aufgegangen. Viele Menschen, die normalerweise einen Bogen um Kultur machen, sind so mit der Ars Electronica in Berührung gekommen", sagt Schöpf.

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Das gilt auch für den Ars-Höhepunkt, das "Gruppenfoto von ganz Linz". Mit einer Woche Verspätung wird am Samstag von 10 bis 14 Uhr ein Flugzeug über Linz kreisen und dabei Alltag und Kunstaktionen auf tausenden Fotos festhalten. (jule)

OÖnachrichten vom 12.09.2007
 
   



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