


Linz - Die "Triennale Linz 1.0" wird von 3. Juni bis 26. September die ehemalige Kulturhauptstadt Europas gewissermaßen zu einer Kunsthauptstadt machen, Details wurden am Donnerstag in einem Pressegespräch bekanntgegeben.
Das OK Offenes Kulturhaus Oberösterreich, das Kunstmuseum Lentos und die Landesgalerie will mit 108 Künstlern einen umfassenden, in dieser Form laut Veranstaltern einzigartigen Überblick über die Produktion der Szene in Österreich liefern.
"Das hat wirklich gefehlt", betonte Lentos-Direktorin Stella Rollig bei der Vorstellung des Konzeptes. Die drei Häuser wollen Einblick ins aktuelle Schaffen auf österreichischem Boden geben - von Künstlern, die hier geboren bzw. hier tätig sind.
OK-Direktor Martin Sturm machte darauf aufmerksam, dass 52 der Beteiligten Frauen sind und die Hälfte unter 35 Jahre alt ist. Ein Drittel habe einen Bezug zu Oberösterreich. Mit Unbekannten, noch kaum Publizierten, ergänzt durch bereits Renommiertes will die Triennale "am Puls der Zeit" sein.
Ein rund 16 Meter hoher "Triumphbogen der Kunst" wird als weithin sichtbares Zeichen für die Schau auf dem Hauptplatz stehen. Ursula Hübners Skulptur aus drei Containern sei "etwas für Linz sehr Typisches" und stelle einen Bezug zur Stahl- und Kulturstadt her, erklärte Rollig. Sie soll Denkanstöße liefern und wird gleichzeitig wie selbstverständlich ins Stadtbild integriert: Unter dem Bogen fährt die Straßenbahn durch.
Der öffentliche Raum spielt auch bei der Nutzung des Linz09-"Höhenrausch"-Holzparcours oder der "La-Paloma-Bar" von Hans Kropshofer eine Rolle: Ein ausgedientes Segelschiff soll im Park der Landesgalerie zum Treffpunkt werden. Zum Austausch laden zudem eine Lounge und Kino auf dem OK-Dach ein.
Der offizielle Startschuss zur Triennale fällt am 3. Juni um 14 Uhr mit verschiedenen Programmen und Performances und der Möglichkeit, erstmals die Ausstellungen zu besuchen. Tags darauf geht es dezidiert um die Inhalte, an Runden Tischen finden sich Künstler, Kuratoren, Theoretiker, Galeristen und Journalisten ein. Der 5. Juni schließlich bildet den performativen Abschluss des Eröffnungsreigens. (APA)
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