
Zwei Sachen muss ich dir in aller Eile anvertrauen: Irrsinnig nett fand ich, dass Ruth Noack - du erinnerst dich, die Energiequelle hinter dem bei Pressekonferenzen oft arg müden Roger M. - alle am Podium geküsst hat, das ist einmal echt ein Signal globaler Verbundenheit.
Und außerdem fand ich irrsinnig nett, wie sie Ferran Adrias Verbundenheit zu seinem elBulli schilderte. Der mag dort einfach nicht weg. Der wird dort schließlich gebraucht. Und also ist das elBulli in Spanien jetzt eine Außenstelle der documenta, und er damit schon irgendwie da. Und die ganzen 100 Tage lang ist dort ein Tisch für jeweils zwei aus Kassel reserviert. Nur dem Wolfram Siebeck hat das sichtlich enttäuscht: Der hat samt Begleitung frühzeitig die PK verlassen. Er wirkte etwas säuerlich im Abgang. (mm/ DER STANDARD, Printausgabe, 14.6.2007)