Oskar Kokoschka-Preis 2008 geht an William Kentridge
Die mit 20.000 Euro höchstdotierte Auszeichnung für bildende Kunst in
Österreich wird am 21. Mai verliehen.
Artikeltext: Der bekannte südafrikanische Künstler William Kentridge,
mehrfacher documenta- und Biennale-Teilnehmer, erhält den Oskar
Kokoschka-Preis 2008. Die Verleihung der mit 20.000 Euro
höchstdotierten Auszeichnung für bildende Kunst in Österreich findet am
21. Mai um 14 Uhr in der Universität für angewandte Kunst Wien statt.
Die Laudatio wird Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder halten.
Mit der Wahl des 1955 in Johannesburg geborenen Kentridge würdige die
Jury einen Künstler, der ein umfassendes Werk von der Zeichnung,
Skulptur, Klanginstallation und Medienkunst bis hin zum Film
aufzuweisen hätte. Darüber hinaus seien die soziale Facette seines
Schaffens und sein politisches Engagement beachtlich, begründet der
Vorsitzende der Jury, Rektor Gerald Bast, in einer Aussendung die
Entscheidung.
Kentridge studierte in Johannesburg Politik und Kunst und in Paris
Schauspiel und Theater. 1975 begann er als Schauspieler, Regisseur und
Bühnenbildner mit oppositionellen Theater- und Opernaufführungen. 1997
und 2002 waren seine Arbeiten auf der documenta in Kassel zu sehen,
1993 und 2005 nahm er mit Animationsfilmen an der Biennale Venedig
teil. 1999 war Kentridge in der Neuen Galerie Graz mit einer
eindrucksvollen Ausstellung im Rahmen des "steirischen herbstes"
vertreten.
Der 1980 im Todesjahr des 1886 in Pöchlarn geborenen Malers Oskar
Kokoschka von der Bundesregierung gestiftete Preis wird alle zwei Jahre
an eine/n bildenden Künstler/in in Anerkennung seines/ihres Schaffens
verliehen. Der erste Preis ging 1981 an Hans Hartung, seither wurden
Mario Merz, Gerhard Richter, Siegfried Anzinger, Agnes Martin, Jannis
Kounellis, John Baldessari, Maria Lassnig, Valie Export, Ilya Kabakov,
Günter Brus und 2006 Martha Rosler ausgezeichnet. <
Quelle: APA