Das Mumok als neues Museum der Wünsche

18. November 2010, 17:25

Start der Direktion Karola Kraus mit einer Sammlungspräsentation im Herbst 2011

Wien - Karola Kraus, die neue Mumok-Chefin, weilt zwar schon in Wien. Es wird aber noch zehn Monate dauern, bis sie sich mit einer Ausstellung vorstellt. Denn ihr Vorgänger Edelbert Köb fixierte das Programm bis Ende Mai: Ab 4. März laufen die Personalen Florian Pumhösl und Tacita Dean, ergänzt durch einen Rückblick auf den Münchner Aktionsraum 1.

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Und dann wird das Museum umgebaut. Kraus wünscht sich u. a. "ästhetische Korrekturen", wie sie bei ihrer Antrittspressekonferenz sagte. Während der Schließzeit gibt es bloß eine "Informationszelle" im Museumsquartier - und von Künstlern gestaltete Plakate im Stadtraum.

Am 10. September startet das Mumok mit einem neuen Logo (von Florian Pumhösl), einem neuen Multifunktionsraum (von Heimo Zobernig) und einem neuen Café (möbliert von einem noch nicht bekannt gegebenen Künstler) neu durch: In Anlehnung an Kaspar Königs Eröffnungsausstellung im Museum Ludwig Köln nennt Kraus ihre erste Schau Museum der Wünsche. In der Sammlungspräsentation werden Werke hängen, die Kraus sich (fürs Mumok) gerne schenken ließe.

Künftig soll es jährlich drei bis vier große Ausstellungen geben, die sich über mehrere Ebenen erstrecken und im Dialog mit der Sammlung stehen. Geplant ist u. a. eine Claes-Oldenburg-Retrospektive für das Frühjahr 2012.

  2011 neuerlicher Umbau

 Kraus hatte  am Mittwoch den Umfang der Umbauarbeiten im Sommer 2011 bekannt gegeben: Sanierung der Böden, zeitgemäßes Beleuchtungssystem,Verlegung des Cafés, Erweiterung des Museumsshop, neuer Multifunktionsraum. Das Mumok wurde erst 2001 eröffnet und bereits von Vorgänger Edelbert Köb adaptiert.

Die Umsetzung erfordert eine Schließzeit von 30. Mai bis 8. September, die Kosten betragen 3,2 Millionen Euro. Das Kulturministerium, das kein Geld für die Fusion von Volks- und Völkerkundemuseum zu einem Museum der Kulturen hat, steuert 2,7 Millionen Euro bei. Den Rest finanziert das Mumok über Eigen- und Drittmitteln. (trenk/ DER STANDARD, Printausgabe, 19. und 20./21. 11. 2010, red)

 

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11 Postings
21.11.2010 16:37

neues logo - unnötig, denn das alte sollte im sinne des wiedererkennungseffekts mindestens 20 jahre halten - ausserdem ist's eh nicht schlecht. naja, darf sich halt der pumhösel ein bisserl sanieren…

neues cafe - unnötig, denn wenn das museum schon unter platzmangel leidet, dann entscheide ich doch lieber GEGEN ein cafe und FÜR zusätzlichen kunstraum. im MQ gibt es ja ohnehin schon genug gastronomie.

da scheinen mir die prioritäten nicht ganz richtig zu liegen …

rododendrondingsbums
20.11.2010 00:23
meint die das ernst?

3,2 mio für ein neues cafe?
haus im sommer zusperren? erst in einem jahr mit der arbeit beginnen?
was für ein schwammerlprogramm!
geht die mit der Schmied ins bett? das kann doch nicht wahr sein!

Keine Ahnung
20.11.2010 09:49
informieren statt aufregen

1.) finde ich es eine klasse Idee, das völlig unnötige Cafe anders zu machen.
2.) werden Böden etc. einer notwendigen Sanierung unterzogen. (aber vermutlich sind Sie nie dort und sehen also nicht die Risse in den Klos etc., die, wenn man nicht in den nächsten 5 Jahren was tut, nur noch peinlich für die "Kulturnation" wären...)

anatol schwärmer
21.11.2010 10:37
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da kann ich nur recht geben...

auch wenn ich es nicht unbedingt für notwendig erachte schon wieder ein neues logo zu kreieren, alles andere macht sinn:

- die terrazzoböden sind total gerissen - diese hat köb schon zu seinem amtsantritt sanieren lassen und leider sind sie schon wieder total kaputt. der boden ist zwar schön, aber anscheinend für ein museum total ungeeignet

- das café ist versteckt und war deshalb immer äußerst schwach besucht, zahlreiche pächter haben schon das handtuch geworfen, mit stegen usw. hat man ja schon versucht an der situation herumzudoktern

- die beleuchtung im museum kann auch als suboptimal bezeichnet werden

Man muss es leider sagen: Das MUMOK als Museumsbau ist total vermurkst...

das ist ja total beruhigend

dass auch eine frau als museumsdirektorin als erstes gleich mal ihr revier markieren (sprich für 3 mio. umbauen) muss - weit ham mas bracht! danke frau ministerin!

19.11.2010 19:23
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Das scheint eine "Krankheit" von neuen MuseumsdirektorInnen zu sein.

Im Jüdischen Museum muss Frau Spera offensichtlich auch Ihr Revier markieren und baut um. Das Museum hat zwar international einen hervorragenden Ruf und engagierte Mitarbeiter, da muss sich die Nachrichtensprecherin eben mit einem Umbau hervortun, inhaltlich kann sie es nicht. Frau Brauner wirds freuen. Warum sollte so etwas im MUMOK und somit beim Bund anders sein? Das große Vorbild bei sinnlosen Umbauten heißt übrigens Klaus-Albrecht.

18.11.2010 23:39
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ach wer waren die Weltklassearchitekten?

18.11.2010 20:41
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das mumok hat wirklich eine gnadenlos schlechte museumsarchitektur - am besten abreissen und wirklich gleich neubauen.....

Schicke Schickse
18.11.2010 23:49
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man könnte eigentlich das gesamte museumsquartier nachrüsten.

und auch gleich den leseturm bauen.
der verhinderer ist ja nicht mehr da, um das zu verhindern.

Keine Ahnung
19.11.2010 10:35
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oh doch

die Privatwohnung der Familie Leiner, die sich den Ausblick nicht nehmen lassen wollte, steht noch immer, und diese wird die Nachfolger genauso von ihren "Anliegen" zu überzeugen wissen...

19.11.2010 12:45
deswegen musste das "leopold"museum tiefer gebaut werden

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