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| 14.02.2005 - Kultur&Medien / Ausstellung | ||
| Anton Faistauer: Porträt der Farbe Rot | ||
| VON CLAUDIA LAGLER | ||
| Retrospektive zum 75. Todestag: Anton Faistauer im Salzburger Museum Carolino Augusteum. | ||
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Farbenprächtige Blumenstilleben, großflächige
Landschaften, strenge Porträts, sinnliche Akte, Entwürfe für
Kirchenfenster, Engel und ein riesiger Votivaltar: Es ist die Vielfalt,
die das Werk Anton Faistauers ausmacht, in den 1920er-Jahren einer der
bekanntesten Maler Österreichs. 1887 in St. Martin bei Lofer als Sohn
einer Bauernfamilie geboren, war er ein Wegbereiter des österreichischen
Expressionismus, löste sich aber nie ganz von seinen bodenständigen
Salzburger Wurzeln. Seine monumentalen Deckenfresken in der Morzger
Pfarrkirche lösten eine Art "Kulturkampf" aus - zwischen dem
Gemeindepfarrer und dem erzbischöflichen Ordinariat. Faistauer war ein Suchender: In seinem Frühwerk findet
man Anklänge an den Jugendstil ebenso wie Einflüsse von Schiele und Klimt.
Er setzte die abendländische Maltradition mit Porträts à la Rembrandt
fort, suchte gleichzeitig einen Anschluss an die französische Malkultur
des 19. Jahrhunderts. Cézanne war ihm Vorbild. Ein Doppelakt aus dem
Jahr 1913, der wie etwa 50 andere Bilder nicht im Werkverzeichnis
aufscheint, zeugt von diesen französischen Einflüssen. Faistauer reiste
durch ganz Europa, doch kehrte immer wieder in seine Pinzgauer Heimat
zurück, um dort farbintensive Landschaftsbilder zu schaffen. Ausstellungskurator Nikolaus Schaffer nennt Faistauer
einen "Magier der Farbe". So sei das fast lebensgroße Bild des
Kammersängers Richard Mayr als Ochs von Lerchenau (1927) ein "Porträt der
Farbe Rot". Schaffer hat viele Faistauer-Werke, die in Privatbesitz sind
und noch nie in einer Ausstellung zu sehen waren, zusammengetragen. Damit
das Gesamtwerk im SMCA Platz hat, wurde der gesamte erste Stock des Hauses
an der Salzach umgestaltet. In zwei kräftigen Türkis-Tönen leuchten die
Wände, bilden einen kräftigen Hintergrund zu den meist dunklen Ölbildern.
Der Kontrast lässt die Farben intensiv leuchten. Das SMCA bietet auch einen Faistauer-Wein an: eine
limitierte Edition eines Zweigelt Altenberg 2003 des Weingut Kiss.
Hintergrund: Die Winzerin aus dem Burgenland besitzt ein Faistauer-Bild,
das nun das Etikett der Flaschen ziert. Bis 22. Mai. INTERNET
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