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9. Mai 2008
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Tiroler Ferdinandeum holt neuere Kunstwerke aus dem Depot
Moderne Galerie wurde neu aufgestellt.
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Artikeltext: Das Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum holt neuere
Kunstwerke aus seinem Depot. Präsentiert werden sie seit heute,
Donnerstag, in der Modernen Galerie, die neu aufgestellt wurde.
Fünf Jahre nach seiner Renovierung und der Wiedereröffnung des Tiroler
Landesmuseums Ferdinandeum präsentiert das Landesmuseum seine "Moderne
Galerie" in neuem Licht. Mit der "Olympia-Stiftung" 1963/64 wurde deren
Grundstock gelegt. Neben Werken von Tiroler Künstlern wurden seither
auch solche von überregionaler Bedeutung mit dem Ziel erworben, die
wichtigsten stilistischen Tendenzen der österreichischen Kunst des 20.
Jahrhunderts in exemplarischen Bildwerken zu dokumentieren. Durch die
beschränkte Raumkapazität war jedoch vieles im Depot verblieben.
Permanente Aufstellung
Durch die Nutzung des Foyers als Raum für Wechselausstellungen konnte
man zusätzlich die Art-Box im 2. Stock als Rahmen für die permanente
Aufstellung der Moderne gewinnen. Während dort in Zukunft verstärkt
österreichische Malerei von 1900 bis zur Gegenwart gezeigt wird,
präsentiert man jetzt in der bisherigen Modernen Galerie im 3.
Obergeschoss die Kunst von 1960 bis heute nach neuen Gesichtspunkten.
Dort liegt der Schwerpunkt in den skulpturalen, aktionistischen,
medialen und installativen Positionen der letzten Jahrzehnte. Durch die
offene Raumstruktur des 3. Stocks ergab sich die Gelegenheit, dort
medienüberschreitende Positionen und Objekte zu zeigen.
Das Zentrum der Neuaufstellung bildet die "Zelle" mit den Werken der
documenta X von Lois Weinberger. Um diese gruppieren sich einerseits
Werke von Walter Pichler, Bernhard Leitner, Bruno Gironcoli, Rudi Wach,
Hellmut Bruch, Max Peintner, Raimund Abraham, Heinz Gappmayr, Ernst
Caramelle, Valie Export, Helmut Schober und Günter Brus sowie
andererseits Arbeiten von Franz West, Erwin Wurm, Hans Weigand, Hans
Schabus, Martin Gostner, Christoph Hinterhuber, Thomas Feuerstein,
Peter Sandbichler, Constanze Ruhm, Dorit Margreiter, Peter Kogler und
Eva Schlegel. Weinbergers "Zelle" teilt den Raum in skulpturale Werke
(Pichler, Leitner, Gironcoli, Oberhuber, Wach, Bruch), konzeptuelle und
sprachliche (Gappmayr, Caramelle), ferner aktionistische (Brus,
Schober) und mediale Arbeiten (Export) der älteren wie auch der
jüngeren Künstlergeneration.
Gesichter des Alterns
Den Übergang in Form eines Korridors bilden die 14 Metalltafeln
"Gesichter des Alterns" von Anton Christian, die bisher noch nie in
Tirol ausgestellt waren. Gegenüber dem Haupteingang des Innsbrucker
Hauptbahnhofes wird darüber hinaus vom 15. Mai bis Ende 2008 die
öffentliche Medienarbeit "arrivée" von Christine S. Prantauer gezeigt.
Im Herbst will Direktor Meighörner den zweiten Teil der Neuaufstellung
der Moderne unter dem Aspekt der Malerei von Albin Egger-Lienz bis Max
Weiler folgen lassen; die Eröffnung ist für Oktober 2008 geplant.<
Quelle: APA
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