| Zum Begriff Minimal Art | |
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Wie der Begriff für ein neues und künstlerisches Phänomen in Amerika entstand. |
Minimal Art, die von der Mitte der 60er
Jahre bis zum Ende der 70er Jahre die amerikanische Kunstwelt eroberte,
ist die erste Kunstströmung Amerikas, die sich unabhängig von Europa
entwickelt hat. Der abstrakte Expressionismus Amerikas hatte noch seine Wurzeln im
Surrealismus und Kubismus des Kontinents und fand seine europäische
Entsprechung im Tachismus. Dennoch zeichneten sich bereits mit Jackson
Pollock und seinem unterstützenden Kritiker Clement Greenberg die
beginnenden Unabhängigkeitsbestrebungen von Europa ab. Charakteristika Das Wesen der klassischen minimalistischen Kunst liegt in den
Beziehungen des Objekts zu seinem Umraum. Einblicke, Durchblicke,
Akzentuierung von Wänden durch Hängung von dreidimensionalen Objekten oder
durch Leuchtstoffröhren machen den der Architektur verwandten Charakter
dieser Kunstströmung aus. Es entstanden "spezifische Objekte", Kuben,
Vierecke, seriell übereinander angeordnete Metall- und Holzplatten, die an
der Wand oder am Boden befestigt wurden.
Zu den wichtigsten Vertretern der klassischen Minimal Art zählen Donald
Judd, Carl Andre, Dan Flavin, Sol LeWitt und Robert Morris. Begriffsfindung Der Begriff "Minimal Art" stammt nicht von den Künstlern, sondern wurde
ihnen, wie so oft, von der Kunstkritik zugewiesen. 1965 erklärte der
Theoretiker Richard Wollheim in seinem Essay "Minimal Art", dass die in
jüngster Zeit entstandenen Arbeiten wohl nur einen gemeinsamen Aspekt
hätten: Nämlich ihr Kunstgehalt wäre minimal. Wollheim führte als
Beispiele Gemälde von Ad Reinhardt, Rauschenbergs Combines und Duchamps
Ready Mades an. Buchstäbliche Kunst Andere Bezeichnungen wie "ABC Art", "Mini Art", Primary Structures"
waren im Umlauf. Oder die neuen Arbeiten wurden bloß als Reaktion auf
andere Kunst verstanden und als "Rejective Art" bezeichnet. Eine Zeitlang
wurde der Terminus des Theoretikers Michael Fried "Literalist art"
beibehalten, der aber auf der Modernismus Idee von Clement Greenberg
fußte. Der Begriff der "Minimal Art" konnte sich wahrscheinlich deshalb
durchsetzten, weil er offener und unverfänglicher war und nichts
implizierte, was die künstlerischen Intentionen der Vertreter vorwegnahm.
Die Künstler der Minimal Art wandten sich mit ihrer eigenen und auf den
ersten Anschein simplen Formensprache bewusst ab von dem malerischen
Pathos der expressiven Malerei und ihres Proponenten Clement
Greenberg. Link:
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