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derStandard.at | Kultur | Bildende Kunst 
21. April 2005
16:21 MESZ
Britart: Kopf aus gefrorenem Blut für 2,2 Millionen verkauft
Britischer Kunstmäzen Saatchi macht mit Skulptur "Self" von Marc Quinn Millionengewinn

London - Der britische Kunstmäzen Charles Saatchi hat eines der bedeutendsten Kunstwerke der so genannten Britart, einen Kopf aus gefrorenem Blut, an einen amerikanischen Sammler verkauft und daran Millionen verdient. Für die Skulptur "Self" von Marc Quinn bekam Saatchi nach britischen Zeitungsberichten vom Donnerstag 1,5 Millionen Pfund (knapp 2,2 Millionen Euro). Der Multimillionär selbst hatte 1991 für das Werk - ein Abbild des Kopfes des Künstlers, geformt aus gut fünf Litern dessen eigenen Blutes - 13.000 Pfund gezahlt.

Vor 14 Jahren für 13.000 Pfund gekauft

Das rostbraune Kunstwerk hatte 1997 großes Aufsehen erregt, als es in der Ausstellung "Sensation!" in der Londoner Royal Academy einem großen Publikum vorgestellt worden war. Der Verkauf des Kopfes unterfüttert den Berichten zufolge Vermutungen, dass Saatchi möglicherweise seine gesamte Britart-Sammlung abstoßen will. Erst im Dezember 2004 hatte der Kunstsammler Damien Hirsts in Formaldehyd eingelegten Haifisch "Shark" für umgerechnet 9 Millionen Euro an einen Amerikaner verkauft.

Kunstmäzen bricht mit Britart

Saatchi hatte im vergangenen Jahr mit der Britart gebrochen und sich der Malerei zugewandt. In seiner Galerie am Londoner Südufer zeigt Saatchi bereits seit Jänner in der Ausstellung "Triumph of Painting" Werke von Martin Kippenberger, Peter Doig, Marlene Dumas, Luc Tuymans, Jörg Immendorff und Hermann Nitsch. (APA)


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