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| "Kunst"-Skandal in Dornbirn
rund um Goldfische |
Bregenz (APA) - Die Ausstellung
"Zerstörte Welten und die Utopie der Rekonstruktion" im
"Kunstraum Dornbirn" sorgt wohl nicht nur bei Tierschützern
für Empörung. Der dänische "Künstler" Marco Evaristti stellte
zehn Standmixer auf und ließ darin jeweils einen Gildfisch
schwimmen. Das Leben der Tiere hing von den Bersuchern ab.
Bereits am ersten Tag war Goldfisch "Stella" tot. Nun wurde
der "Kunstraum" angezeigt.
Der Österreichische
Tierschutzverein sieht in der Installation
Haltungsbestimmungen verletzt und mit der Tötung eines
Goldfisches den Tatbestand der Tierquälerei erfüllt. Ekkehard
Bechtold, Rechtsanwalt und Präsident des "Kunstraum Dornbirn",
spricht hingegen von einer Publicity-Aktion des
Tierschutzvereins. Nachdem Goldfisch "Stella" bereits am
Eröffnungsabend der Ausstellung sein Leben hatte lassen
müssen, zerschmetterten in der darauf folgenden Nacht
unbekannte Täter die Mixer am Boden. In derselben Nacht wurden
außerdem die Goldfische "entführt", nach einigen Tagen aber
vom "Goldfischkommando" wieder zurückgegeben. Die zerstörte
Installation wurde nicht wieder aufgebaut. "Die Freiheit der
Kunst ist ein wichtiges Rechtsgut unserer Gesellschaft, sie
muss ihre Schranken jedoch dort finden, wo Lebewesen Schaden
nehmen können", argumentiert der Tierschutzverein. Die Frage
des Tierschutzes sei bereits in Dänemark geklärt worden, wo
die Installation vor ein paar Jahren zu sehen war, meinte
hingegen Bechtold ganz lapidar.
APA 15:13 5.05.2006
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