DiePresse.com

DiePresse.com | Kultur | News | Artikel DruckenArtikel drucken


Kulturbericht 2006: Ausgaben gesunken, Besucherzahlen stagnieren

18.09.2007 | 14:57 |  (DiePresse.com)

Mit 153,7 Millionen Gesamtausgaben wurden 1,9 Millionen weniger als 2005 ausgegeben. Laut Bericht dürfte das die Besucher nicht gestört haben.

Die Kulturinstitutionen lagen 2006 noch nicht im Verantwortungsbereich der jetzigen Ministerin Claudia Schmied (SP), ihre Bilanz fällt im Vorwort des Berichts, der sich hauptsächlich auf die Museumslandschaft konzentriert, dennoch positiv aus. Mit 3,44 Millionen Museumsbesuchern hätte man einen ähnlichen Wert wie 2005 erreicht, obwohl man weniger Budget zur Verfügung hatte.

KHM, Mumok, ÖNB: Besucherzuwachs

Von 3,44 Millionen Besuchern lag der Anteil der bezahlten Eintritte bei 71 Prozent. Die deutlichste Besuchersteigerung verzeichneten das Kunsthistorische Museum, das Mumok, das Belvedere, die Österreichische Nationalbibliothek sowie das Naturhistorische Museum und das Pathologisch-Anatomische Bundesmuseum. Erfreulich auch die Bilanz der Nationalbibliothek: Die ÖNB konnte die Besucherzahlen deutlich steigern.

Im Wiener MuseumsQuartier fanden sich im vergangenen Jahr rund 3,2 Millionen Besucher ein. Das sind gegenüber dem Vorjahr rund vier Prozent mehr.

Albertina: Zuwachs statt dickes Minus

Das Technische Museum, das Volkskundemuseum und das Ethnographische Museum mussten Besucherzahlen einbüßen. Das im MQ befindliche Leopold Museum musste ebenfalls ein Minus hinnehmen, ist aber immer noch die erfolgreichste Institution, die im Museumsquartier liegt.

Das dicke Minus bei der Albertina von fast 20 Prozent stellte sich bei genauerem Hinsehen als ein Plus heraus. Die von 17. März bis 20. September 2006 während des Wiener Mozartjahres vom Da Ponte Institut durchgeführte Ausstellung "Mozart. Experiment Aufklärung" scheint aber in der Bundesstatistik nicht auf, da sich die Stadt Wien in die Räumlichkeiten der Albertina eingemietet hatte.

(APA)


© DiePresse.com