Abensberger Hundertwasserturm wird eröffnet

4. Jänner 2010 | 07:17 | abensberg | apa/dpa
Er sieht aus wie ein Fantasiegebäude aus "1001 Nacht" und soll eine der großen Touristenattraktionen Niederbayerns werden. Nach elfjähriger Planungs- und Bauzeit können nun die ersten Besucher den Hundertwasserturm in der Kleinstadt Abensberg besteigen. Der 35 Meter hohe Turm ist eines der letzten Projekte des verstorbenen österreichischen Künstlers Friedensreich Hundertwasser.
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Ab Donnerstag (7. Jänner) will Bauherr Leonhard Salleck die ersten regulären Führungen durch den Märchenturm anbieten, Anfang März ist dann die offizielle Eröffnung geplant. Zahlreiche Betriebe in der ganzen Region hoffen, dass das spektakuläre Gebäude den Tourismus ankurbelt und neue Besucher in die Hallertau lockt.

Doch bis zur Eröffnung war es für Salleck ein weiter Weg. Erst musste er Hundertwasser überzeugen, dann starb der weltberühmte Künstler im Jahr 2000 mitten in der Planungsphase und schließlich hatten die Denkmalschützer wegen des benachbarten mittelalterlichen Stadtzentrums Einwände. Der auf dem Papier einst 70 Meter hohe Turm wurde nach heftigen Auseinandersetzungen auf die Hälfte gestutzt. Heute sagt Salleck, die damaligen Bedenken der Behörden seien nachträglich für ihn „ein Riesen-Glücksfall“ - mehr noch: „Das war mein Schutzengel!“

Ein 70-Meter-Turm hätte vermutlich alle Finanzkonzepte gesprengt und wäre kaum bezahlbar gewesen, weiß Salleck heute. Die konkrete Investitionssumme für die realisierte 35-Meter-Variante nennt der Bauherr allerdings nicht, nachdem er in der Vergangenheit angefeindet wurde, weil er staatliche Zuschüsse für das Projekt bekommen hat. „Das ist das letzte Geheimnis des Turms“, sagt Salleck über die Kosten. Der Hundertwasserturm soll in Zukunft in erster Linie als Marketinginstrument für Sallecks Weißbierbrauerei Kuchlbauer dienen.

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