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| Leonding: Kulturarbeit mit
Europa-Format |
Im Jahr 2001 hat die Stadt Leonding
zusammen mit dem künstlerischen Leiter Leo Kislinger und der
Wiener Literaturzeitschrift "kolik" den
Jugend-Literaturwettbewerb "sprichcode" ins Leben
gerufen.
Nachdem der Wettbewerb zweimal
oberösterreichweit durchgeführt wurde, ist er in der aktuellen
Runde auf Südböhmen und Niederbayern ausgedehnt worden. In der
überregionalen und internationalen Konzeption des Wettbewerbs,
nimmt Leonding die Herausforderungen der aktuellen
gesellschaftlichen Veränderungsprozesse an. Diese zeigen sich
vor allem in der Veränderung der Maßstabsbereiche, in
Aktionsräumen, die sich über internationale Kooperationen,
über regionale Strukturen hinaus, über Staatsgrenzen
ausweiten. Die Europäisierung zwingt Kommunen und Regionen,
aus dem "Mir san mir!" herauszutreten und für sich
Perspektiven im Gesamtfeld ähnlicher europäischer Strukturen
zu suchen und eine neue Verständigungskultur zu
entwickeln.
Eine direkte Folge der Ausweitung der
Aktionsräume ist die, dass Städte und Regionen zunehmend im
Wettbewerb zueinander geraten. Im Kulturbereich ist dies der
Wettbewerb um öffentliche Wahrnehmung durch die Medien und,
direkt damit zusammenhängend, um Publikum und Förder- und
Sponsorengelder. Gefragt sind nachhaltige Projekte, die
aufgrund ihrer überregionalen gesellschaftlichen Relevanz und
Aktualität dem Veranstalter einen unverwechselbaren Auftritt
ermöglichen.
Starke Zeichen
Die Stadt
Leonding setzt mit ihrer Kulturarbeit starke Zeichen und
entwickelt so neben dem viel größeren Linz eine eigene
kulturelle Identität. Mit dem "Leondinger Lesefrühling" hat
die Stadt seit vielen Jahren eine stete literarische
Aufbauarbeit geleistet. Mit der Entscheidung, mit "sprichcode"
eine Plattform für schreibende junge Menschen einzurichten,
investiert die Stadt an einem hochaktuellen Schauplatz: Ein
Internationaler Wettbewerb zur Förderung der Sprachkompetenz
von Jugendlichen kann im Informationszeitalter keine verlorene
Mühe sein.
vom 17.12.2005 |
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