| Salzburger Nachrichten am 23. Februar 2006 - Bereich:
"Illusionen und Wirklichkeit" in Kunsthalle Krems
Mit einer auf Effekte abzielenden Ausstellung startet die Kunsthalle
Krems in das Veranstaltungsjahr 2006. Die Schau "Illusionen und
Wirklichkeit" zeigt ab Sonntag 70 Werke des Künstlers M.C. Escher und 20
Arbeiten von Adolf Luther, die sich intensiv mit dem Thema der
Darstellbarkeit von Licht, Geometrie, Raum und Illusion befassen. M.C. Escher (1898-1972) entführe die Betrachter seiner komplexen
Grafiken in eine fantastische Welt irrealer Architekturen und
Landschaften. Seine außergewöhnliche Art der künstlerischen
Auseinandersetzung mit perspektivischen "Unmöglichkeiten" und optischen
Gesetzmäßigkeiten soll Kunsthistoriker gleichermaßen wie Mathematiker
inspiriert haben. Escher brachten seine bekanntesten Werke bereits zu
Lebzeiten hohe Anerkennung ein. Parallel dazu zeigen die Arbeiten von Adolf Luther (1912-1990), einem
Hauptvertreter der lichtkinetischen Kunst und Optical Art, dessen
Bestreben, das Unsichtbare sichtbar zu machen. Durch Lichtbrechung und
Spiegelungseffekte versuchte Luther mit seiner Kunst die Realität des
Immateriellen einzufangen. Beide Künstler nehmen innerhalb der Kunst des 20. Jahrhunderts eine
außergewöhnliche Stellung ein, da sie das Themengebiet der Darstellbarkeit
von Licht, Geometrie, Raum und Illusion geprägt und damit die jüngere
Künstlergeneration stark beeinflusst haben. |