VN Sa, 21.10.2006

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KOMMENTAR

Unsichtbare "Ländle"-Kunst

CHRISTA DIETRICH christa.dietrich@vn.vol.at, •72/501-225

Neben den Äpfeln oder gar neben den Kälbern will man zwar nicht eingereiht werden, dennoch ist die Präsentation der "Ländle"-Kunst neben vielen weiteren beliebten Produkten aus Vorarlberg seit Jahrzehnten ein Thema.

Man erinnert sich, dass sogar das Pförtnerhaus in Feldkirch als Raum im Gespräch war, bevor die Stadt Bregenz in einem klugen Schachzug einen Grund freigab, damit das Land dort sein Haus für die Kunst errichten konnte.

Da steht es nun seit knapp zehn Jahren am Bregenzer Seeufer und ist alles andere geworden als eine Landesgalerie. Das aus einem Wettbewerb hervorgegangene Siegesprojekt des Schweizer Architekten Peter Zumthor umzusetzen, war aber auch zu verlockend. Und überhaupt wurden schon im Zuge der Konzepterstellung Stimmen laut, dass die "Ländle"-Kunst in ihrer Gesamtheit doch nicht dazu taugen könnte, dem internationalen Publikum präsentiert zu werden.

umindest gab es berechtigten Zweifel daran, dass sie auch jener Magnet sein könnte, für den sich ein Neubau lohnt. Das Kunsthaus Bregenz reiht sich nun als Podium für zeitgenössische Kunst unter die großen internationalen Adressen, die Kunst aus Vorarlberg (niemand zweifelt daran, dass wirklich Sehenswertes dabei ist) dämmert im oberen Stockwerk des Landesmuseums vor sich hin oder schlummert in den Depots. Auch in den städtischen.

Im Zuge des Museumsausbaues sollte sich das ändern. Und zwar grundlegend.




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