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| Oö. Museen präsentieren Goldschätze aus Kolumbien |
Linz (APA) - Der Oberösterreichischen Landesmuseen bereiten eine spektakuläre Ausstellung mit Goldschätzen aus altindianischer Zeit vor. Insgesamt rund 250 Objekte mit einem Versicherungswert in Millionenhöhe werden im Linzer Schlossmuseum von 25. März bis 26. August gezeigt. Die Schau "Geister, Gold, Schamanen" macht in Europa nur in Linz Station, berichtete Direktor Peter Assmann am Dienstag in Linz.
Kolumbien galt bei den Konquistadoren als "Dorado", dessen Eroberung noch größere Beute versprach, als die Eroberung Mexikos und die Zerstörung der Azteken- und Inkareiche, schilderte Assmann. Im Gegensatz zum "gierigen" Europa habe das Gold aber bei den Indianern keinen materiellen Wert gehabt, um persönliche Bedürfnisse zu befriedigen. Gold sei als Produkt der Sonne, des höchsten Schöpfers angesehen und daher mit Fruchtbarkeit und Kraft assoziiert worden. Es habe eine zentrale Rolle in den Ritualen und im Glauben der präkolumbianischen Gesellschaften gespielt. Objekte aus Gold hätten in religiösen Riten dazu gedient, den Ursprung der Welt und der Menschheit, die Beziehungen der Menschen untereinander sowie deren Beziehungen mittels Votivgaben und heiligen Tieren zu erklären und im Gleichgewicht zu halten. Priester und Schamanen hätten die Goldschmiedarbeiten zur Stärkung ihres Prestiges und ihrer Autorität eingesetzt. Die Exponate stammen aus dem 1939 von der Kolumbianischen Nationalbank in Bogota gegründeten "Museo del Oro". Dieses besitzt die weltweit größte Sammlung altindianischer Goldschmiedekunst.
APA 16:01 23.01.2007
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