Mumok-Direktor Köb in New York bei Claes Oldenburg, als er kurzerhand in den Ruhestand entlassen wurde. Nicht auszudenken, was geschähe, verließe Kunsthallen-Leiter Gerald Matt einmal die Stadtgrenzen. Oder MAK-Häuptling Peter Noever gar die des Landes! Oh, hütet euch vor dem Fluch des großen Check-in...
Brechen muss diesen die rote Ahnfrau vom Minoritenplatz, indem sie eine (sehr) weise Gesandtschaft oder ihren Geist auf Reisen schickt (einmal nur), um einen hierorts nicht verbandelten neuen Herren, eine neue Herrin für die schwarze Burg im MQ zu werben. Und tatsächlich erblickt man in der Glaskugel eine mögliche glorreiche Zukunft abseits aller naheliegenden spröden Spekulationen...
Hurtig also die Rösser angespannt, samt Schatzkiste gen Frankfurt getrieben und angefragt beim Prinzen – nicht Max Hollein, nein, der ist schon König am Main. Daniel Birnbaum von der Städelschule, der heuer die Biennale Venedig ausgerichtet hat, wartet dort. Er könnte ein wenig Glamour und Peitsche ins ausgeschilderte Haus der internationalen Moderne bringen, könnte Husslein von Belvedere und Schröder von Albertina zum fairen Duell um die Pfründe fordern...
Aber auch die strenge Zofe der Kaiserin, Daniela Zyman von Francesca Habsburgs Kunststiftung, wäre eine Aufwartung wert. Oder gleich in London bei Hofe, an der Tate Modern, Audienz erbitten, Jessica Morgan heißt eine der kuratorischen Jungfern da...
Denn eins ist klar, eine Hausbesetzung – eine Wiener, keine Hamburger wohlgemerkt – im Kunsthistorischen Museum reicht. Eine weitere würde das Land hinter den Bergen in den lähmendsten Tiefschlaf versetzen, den Kunst kennt – absehbare Langeweile.
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