OÖNachrichten
http://www.nachrichten.at/apanews/apak/399778
Neu in Sammlung Essl: "Essl Award" und "hotspots"
Klosterneuburg (APA) - Aktuelle junge Kunst aus Europa zeigt die Sammlung Essl in Klosterneuburg in zwei neuen Ausstellungen, die bis Ende Jänner 2006 zu sehen sind: Die Preisträger des erstmals ausgeschriebenen "Essl Award für Zentral- und Südosteuropa" sowie - in Fortsetzung der neu positionierten Reihe "emerging artists" - die Gruppenausstellung "hotspots".

Es sei wichtig, auch junge Kunstpositionen in musealem Umfeld zu präsentieren, sagte Sammler Karlheinz Essl am Donnerstag. Länderübergreifender Gedankenaustausch zwischen den beteiligten Kunsthochschulen bilde dabei ebenso einen positiven Nebeneffekt wie der Quervergleich von Kunstszenen aus Ost-, Zentral- und Westeuropa. Essl: "Das haben Sie sonst nirgends!" Nach erfolgter Vorauswahl durch eine internationale Jury aus mehr als 300 Einreichungen in den Bereichen Malerei, Video, Fotografie und Skulptur stellten Sini Zein und Andreas Hoffer die Arbeiten der "Essl Award"-Preisträger aus Kroatien (Nikola Kovac, Miroslav Mirt), der Slowakei (Dorota Kenderova, Martin Sedlak), Slowenien (Julij Borstnik, Mark Pozlep), Tschechien (Katerina Seda, Ondrej Brody) und Ungarn (Agnes Toth, Agnes Verebics) zusammen. Erhard Busek, Leiter des Instituts für den Donauraum und Mitteleuropa, übernahm den Ehrenvorsitz. Der Essl Award soll künftig alle zwei Jahre vergeben werden. Karlheinz Essl kündigte für 2007 die Beteiligung von Bulgarien und Rumänien an. Aktuelle Kunstszenen aus Amsterdam, Berlin, London, Paris und Wien werden in der "hotspots"-Schau vorgestellt. Zehn Szenen, verstanden als Formen künstlerischer Selbstorganisation im weitesten Sinn, mit insgesamt 68 Künstlern sowie Künstler-Kuratoren wurden eingeladen. Wie Kuratorin Christine Humpl erklärte, bestätige die Ausstellung durchaus nicht gängige Klischeevorstellungen von junger Kunst: Die Teilnehmer seien keine "trashigen Paradiesvögel", sondern seriös arbeitende Künstler.

APA 14:10 10.11.2005
 
   


Höchstpreis für Nachkriegskunst überboten
Wiener IMAX-Kino vor der Schließung
Kunsthalle Wien publizierte zu hohe Besucherzahlen
© Wimmer Medien / OÖNachrichten
Alle Rechte vorbehalten.
Nutzung ausschließlich für den privaten Eigenbedarf.
zurück