Klosterneuburg (APA) - Aktuelle junge
Kunst aus Europa zeigt die Sammlung Essl in Klosterneuburg in
zwei neuen Ausstellungen, die bis Ende Jänner 2006 zu sehen
sind: Die Preisträger des erstmals ausgeschriebenen "Essl
Award für Zentral- und Südosteuropa" sowie - in Fortsetzung
der neu positionierten Reihe "emerging artists" - die
Gruppenausstellung "hotspots".
Es sei wichtig, auch
junge Kunstpositionen in musealem Umfeld zu präsentieren,
sagte Sammler Karlheinz Essl am Donnerstag.
Länderübergreifender Gedankenaustausch zwischen den
beteiligten Kunsthochschulen bilde dabei ebenso einen
positiven Nebeneffekt wie der Quervergleich von Kunstszenen
aus Ost-, Zentral- und Westeuropa. Essl: "Das haben Sie sonst
nirgends!" Nach erfolgter Vorauswahl durch eine internationale
Jury aus mehr als 300 Einreichungen in den Bereichen Malerei,
Video, Fotografie und Skulptur stellten Sini Zein und Andreas
Hoffer die Arbeiten der "Essl Award"-Preisträger aus Kroatien
(Nikola Kovac, Miroslav Mirt), der Slowakei (Dorota Kenderova,
Martin Sedlak), Slowenien (Julij Borstnik, Mark Pozlep),
Tschechien (Katerina Seda, Ondrej Brody) und Ungarn (Agnes
Toth, Agnes Verebics) zusammen. Erhard Busek, Leiter des
Instituts für den Donauraum und Mitteleuropa, übernahm den
Ehrenvorsitz. Der Essl Award soll künftig alle zwei Jahre
vergeben werden. Karlheinz Essl kündigte für 2007 die
Beteiligung von Bulgarien und Rumänien an. Aktuelle
Kunstszenen aus Amsterdam, Berlin, London, Paris und Wien
werden in der "hotspots"-Schau vorgestellt. Zehn Szenen,
verstanden als Formen künstlerischer Selbstorganisation im
weitesten Sinn, mit insgesamt 68 Künstlern sowie
Künstler-Kuratoren wurden eingeladen. Wie Kuratorin Christine
Humpl erklärte, bestätige die Ausstellung durchaus nicht
gängige Klischeevorstellungen von junger Kunst: Die Teilnehmer
seien keine "trashigen Paradiesvögel", sondern seriös
arbeitende Künstler.
APA 14:10 10.11.2005
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