Von der slowakischen Künstlerinnen-Gruppe
"Büro Poppins" aus Bratislava wurden für die Ausstellung zwei verschiedene
Erlebnisbereiche geschaffen, die ganz andere Zugänge zum Papier
ermöglichen. Sasa Petrovická, Sasa Fischerová und Sona Sadilková, die
bereits im Kindermuseum in Bratislava viel Erfahrung mit der Gestaltung
von kindgerechten Erfahrungsräumen gemacht haben, setzen hier in Wien beim
Stichwort Papier auf Spiel und Imagination.
Begibt man sich in die Papierträume, so verändert sich die
Raumperspektive. Hinter einem Vorhang klettert man unter eine hüfthohe
Platte (in Erwachsenenhöhe beschrieben) und steckt dann den Kopf durch die
in der Platte freigelassenen Öffnungen. Und plötzlich ist man aus der
Ausstellung draußen und drinnen in einer imaginären Papierwelt mit einer
Riesenfrau, einem Fahrrad, Fischen und vielem mehr. Auf einer Papier-Bühne
kann man mit selbstgebastelten, aber auch bereits vorhandenen Figuren
spielen. Und auch am Licht- und Tonpult die Regie übernehmen. Es erklingt
Papiermusik, eigens eingespielt auf Papierinstrumenten von Michael
Bradke.
Papier fliegt
Die letzte Station der Ausstellung steht im Zeichen des Papierfliegers.
Für den Kindertraum Papierflieger und das Papierflieger-Fliegenlassen
wurde ein eigener Raum gebaut. Dann kann man sich von ein paar großen
Fliegern, die im Raum schweben, inspirieren lassen. Dazu gibt es
verschiedenste Faltanleitungen, Flieger und Anleitungen wurden von Esther
Wipplinger gestaltet und gesammelt.
Dann kann man sich auf die Abschussrampe begeben und die Flieger segeln
lassen, auf eine Bodenmarkierung, einfach in den Raum hinein oder in die
Karton-Meteoritenlandschaft von Florian Harmer. Kleine Kartons, große
Kartons, Kartonrahmen - sie schweben als riesiges Gebilde unter der Decke.
Ist ein Flieger auch wirklich da hinauf gesegelt, dann kann man das ganze
Riesengebilde mit seinen Kartonröhren in heftige Bewegungen versetzen. Und
nach seinem Höhenflug landet der Flieger wieder auf dem Boden.
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