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derStandard.at | Kultur | Bildende Kunst 
23.06.2004
10:50 MEZ
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Wut.at
 
Foto: PhotoDisc

Frust ablassen: Kulturstadtrat schimpfen
Zum öffentlichen und lustvollen Wut ablassen lädt der Künstler Michael Aichhorn von W. U. T ein: Am 27. Juni vor dem Künstlerhaus

Wien - Zum "lustvollen Schimpfen" lädt Michael Aichhorn von der Theatergruppe W. U. T alle, die "schon lang ihren Frust über die Wiener Kulturpolitik los werden wollen". Das "Öffentliche Kultur Stadtrat Schimpfen" findet am 27. Juni um 11 Uhr vor dem Theater im Künstlerhaus statt. "Auf einer kindlichen Ebene, mit viel Spaß", so Aichhorn. Podiumsdiskussionen gäbe es ohnehin genug. "Es geht um das Schimpfen als Gestus, hinaus zu lassen, was man muss."

"Nicht diskutieren, sondern explodieren"

"Laut und deutlich schimpfen und sagen, was uns nervt", heißt es in der Einladungs-Mail. Weiter: "einmal nicht diskutieren, sondern explodieren". Grund zum Ärger hätten W. U. T. allemal, von der Theaterreform bis zum Umstand, dass der gegenwärtige Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (S) dem Mastermind von W. U. T, Aichhorn, bisher einen persönlichen Termin im Kulturamt verweigert habe.

W.U.T. schreitet mit Tiraden mutig voran

Wie groß der Zuspruch an Schimpfwütigen sein wird, vermag Aichhorn nicht abzuschätzen. Jedenfalls werden W. U. T. mutig voran schreiten und mit ihren Tiraden beginnen. Ursprünglich hätte die Beschimpfung innerhalb des Theaters im Künstlerhaus abgehalten werden sollen, doch nach anfänglichem Interesse habe Intendant Christian Pronay sich doch nicht von der Attraktivität jener "ersten Wiener Sommerattraktion", wie der Event in der Einladung bezeichnet wird, überzeugen lassen. Folglich habe man eben eine Demonstration vor den Toren des Theaterhauses angemeldet.

Aktion mit Folgen: "Keine Ahnung"

Welche Folgen die Aktion haben könnte, kann sich Aichhorn nicht vorstellen: "Keine Ahnung. Vielleicht kriegen wir dann gar kein Geld mehr". Was er täte, wenn der zu beschimpfende Politiker selbst vorbei käme? "Das hoffe ich nicht, denn dann müsste ich ihn beim Schimpfen auch noch anschauen". (APA)


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