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Kunstberichte

Umbau auf dem Mönchsberg

Aufzählung Am Salzburger Museum der Moderne wird erneut gebaut werden.

Salzburg. 2004 ist es fertig gebaut und eröffnet worden, jetzt soll das Museum der Moderne (MdM) auf dem Salzburger Mönchsberg bereits wieder umgebaut werden. Zentrales Bauvorhaben ist ein 900 Quadratmeter großes, unterirdisches und dreistöckiges Kunstdepot. Das gemietete Lager in einem anderen Stadtteil wird aufgelassen, die Kunstwerke inklusive Fotosammlung sollen in dem kunstgerecht klimatisierten Depot untergebracht werden. Der Salzburger Landtag hat die dafür nötigen 1,9 Millionen Euro bereits genehmigt, der Bau soll 2009 realisiert werden.

Weiters will das MdM den dritten Stock im Rupertinum, dem Stammhaus im Salzburger Festspielbezirk, in Büros umwandeln und die extern gemieteten Büros auflassen. Dafür verringere sich die Ausstellungsfläche um 200 Quadratmeter, wie Museums-Direktor Toni Stooss einräumte. Auch dieser 650.000 Euro teure Umbau wurde vom Land genehmigt, Baubeginn soll 2009 sein. Die Umbau-Ambitionen des Landes sind damit aber nicht beendet. Die von Eva Schlegel künstlerisch gestaltete Außenfassade der Talstation des Mönchsberg-Liftes soll jetzt, nachdem des Projekt seit dem Wettbewerb 2001 vor sich hingedümpelt ist, doch montiert werden.

Erfreuliche Zahlen

Zudem will das Land laut Landeshauptmann-Stellvertertreter Willfried Haslauer (ÖVP) das "typisch österreichische Dauerprovisorium", die Zufahrtsstraße durch die historische, aber zu enge Monika-Pforte, durch eine neue Brücke dauerhaft entschärfen. Neu zum Museum kommen soll der alte, seit Jahren im Wesentlichen ungenutzte Wasserturm. Das Land will den Turm neben dem Museum auf dem Berg von der Stadt kaufen. Ein anonymer Mäzen soll den Umbau finanzieren.

Für das MdM höchst erfreulich entwickelte sich das Besucher-Interesse 2007. Im Vergleich zu 2006 sind mit 105.643 Besuchern um 16 Prozent mehr Leute in die Ausstellungen in beiden Häusern gekommen. Auch die Anzahl der zahlenden Gäste ist von 75 auf 77 Prozent leicht gestiegen.

Der Ausstellungs-Reigen beginnt 2008 mit einer Retrospektive des japanischen Fotografen Hiroshi Sugimoto (8. März). Am 15. März folgt eine Bacon-Schau, die zentrale Sommer-Ausstellung ab 19. Juli ist dem Zusammenhang zwischen Kunst und Musik gewidmet. "Les Grands Spectacles III. Sound of Arts" heißt die Schau, in deren dritten Teil es um die futuristische Avantgarde Anfang des 20. Jahrhunderts, die Fluxusbewegung der 50er und 60er Jahre sowie um Gegenwartskunst gehen wird.

Das Jahresthema Kunst und Musik manifestiert sich zudem in der Ausstellung "Paul Klee. Melodie und Rhythmus" ab 26. Oktober. Abgerundet wird das Jahresprogramm durch ein Fotoprojekt des Schweizers Balthasar Burkhard und des Japaners Naoya Hatakeyama.

Donnerstag, 24. Jänner 2008

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