| Salzburger Diskussion zum "Museum IM Berg" | ||||
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Das von
Hans Hollein geplante Museum im Salzburger Mönchsberg (MiM) sei machbar
und sinnvoll. Das sagten gestern, Samstag, Abend die Leiter des
Guggenheim-Museums, Tom Krens, der Eremitage in St. Petersburg, Mikhail
Pietrovsky und des Kunsthistorischen Museums in Wien (KHM), Wilfried
Seipel, übereinstimmend bei einer Diskussionsveranstaltung im
Publikumssaal der Salzburger Nachrichten. Das Museum könne sogar mit
wesentlich mehr als den vorhergesagten 300.000 Besuchern pro Jahr rechnen,
wurde unisono betont. Tom Krens verwies darauf, dass das Guggenheim-Museum in Bilbao (Spanien) im ersten Jahr 1,4 Millionen und in den weiteren Jahren rund 1,1 Millionen Besucher hatte. Auch in Salzburg könnten die von Seipel bewusst niedrig geschätzten 300.000 wesentlich übertroffen werden, so Krens. Auch Pietrovsky erinnerte an seine weltweit 2,5 Millionen Besucher und sagte, das Hollein-Museum sei für Salzburg sinnvoll, es "muss entschieden und gebaut werden". Seipel meinte, die Zusammenarbeit der drei Museen sei fruchtbar, man leihe sich gegenseitig Kunstwerk und zeige diese auf der ganzen Welt. "Es geht aber auch ohne Salzburg", unterstrich Seipel. Die Leiter der drei Museen, die zu den bedeutendsten der Welt gehören, sagten zu, das Hollein-Museum im Mönchsberg aus ihren Beständen zu bestücken und regelmäßig Sonderausstellungen organisieren zu können. Wie häufig Ausstellungen zu welchem Preis und in welcher Qualität nach Salzburg kommen könnten, wurde im Detail aber nicht festgelegt. Alle drei betonten allerdings, dass die brachliegenden Bestände höchster Qualität in den jeweiligen Museen enorm hoch seien und perfekt in die, so Seipel, "Wüste zwischen München und Wien" passen würden. Die Stimmung von Politikern, Fachleuten und Publikum war gestern Abend im SN-Saal fast euphorisch für den Bau dieses "Museums ohne Fassade" im Mönchsberg, das hervorragend mit dem Museum auf dem Mönchsberg (MaM) zu verbinden sei, argumentierten die Experten. Dieses Museum an der Stelle des ehemaligen Cafe Winkler wird zur Zeit gebaut und soll vom Salzburger Museum "Rupertinum" bestückt werden. Bürgermeister Heinz Schaden (S) betonte, das Geld der Stadt liege für das Hollein-Museum auf der Bank bereit, die baurechtlichen Voraussetzungen seien erfüllt. Stadtrat Johann Padutsch (BL) sagte, natürlich sei das Museum eine gewaltige Belastung für die Natur. Padutsch war Anfang der 90er Jahre ein Gegner dieses Projektes, gilt jetzt aber als Initiator des zweiten Anlaufes. Die Bedeutung für Salzburg rechtfertige den Eingriff in das Landschaftsschutzgebiet. Salzburg brauche ohnehin eine Korrektur des lieblichen Mozart-Images, argumentierte der Bürgerlistenstadtrat. Francesca Habsburg - Mitglied des Personenkomitees für das Museum im Mönchsberg - versprach eine namhafte Spende. | |||
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