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Das Haus der Kunst zeigt Landschaftsbilder des deutschen Romantikers
Johan Christian Dahl.
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Gewitterwolken, Bergspitzen, Meeresgetöse
und Ähnliches sind Themen für Dahls Landschaftsmalerei. Seine Bilder
folgen kleinen präzisen Ölskizzen, die nach der Natur gemalt sind. Auch
zeichnete er mit Rötel seine Entwürfe.
Insgesamt werden 75 Gemälde, 60 Aquarelle, Zeichnungen und Radierungen
des romantischen Malers gezeigt. Darunter befinden sich auch einige
großformatige Bilder, die bisher kaum in Deutschland zu sehen waren.
Dresdner Malerschule
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| Wolkenstudie über der Elbe mit Pappeln, 1832
(Zum Vergrößern anklicken) | Johan
Christian Dahl wurde 1788 in Bergen, Norwegen, geboren und gehörte wie
sein Freund Carl Gustav Carus und Caspar David Friedrich zum Kreis der
romantischen Landschaftsschule in Dresden. Dahl neigte am meisten zu einer
realistischen Darstellung von Landschaft und arbeitete nicht mit der
hintergründigen Symbolik eines Caspar David Friedrich. Letzterer
verschlüsselte seine Bilder und besetzte sie allegorisch. Dahl rief keine
tieferen Bedeutungsschichten hervor. Im Gegenteil: Ihn interessierte die
Natur in ihren vielfältigen Erscheinungsformen.
Dahls Malweise
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| Morgennebel über Pappeln, 1822 (Zum Vergrößern
anklicken) | Dahls Pinselstrich macht
Vehemenz, Dynamik und Furiosität fühlbar. Es ist die Naturerfahrung, die
er ohne überhöhtes Pathos darstellt. Er geht den veränderten Prozessen der
Natur nach und entwickelt vor ihnen eine gewisse Erfurcht. Die Natur
selbst war ihm genug. Damit sprengte er die gestalterischen Vorstellungen
der Zeit, die die Wildheit der Landschaft mit Gefühlsstürmen
gleichsetzten, anders als z.B. der etwas ältere Philipp Otto Runge, der
Putti, Amor und Aurora durch die Landschaft tanzen ließ.
Im Schatten seines Freundes
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| Buche im Sommer, 1814 (Zum Vergrößern
anklicken) | Dahls Name fällt immer
wieder in Zusammenhang mit seinem Freund Caspar David Friedrich. Dabei
wird er weniger als selbstständiger Maler genannt, sondern erscheint immer
als Anhängsel des großen Romantiker. Eine Wahrnehmung, die sich auch aus
der traditionellen Kunstrezeption der Romantik ergibt. Beide wohnten in
Dresden im selben Haus und beschickten auch gemeinsam
Kunst-Ausstellungen.
Die Leihgeber
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| Landschaft mit schneebedeckten Bergen, 1820
(Zum Vergrößern anklicken) | Neben
deutschen Beständen sind großzügige Leihgaben aus den bedeutendsten
Dahl-Sammlungen aus Oslo, Bergen und Kopenhagen vertreten. Sie werden
ergänzt durch Stücke aus dänischen, norwegischen und deutschen
(Privat)Sammlungen. Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit der
Stiftung Schleswig-Holsteinsche Landesmuseen Schloss Gottorf.
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| Ein Ausbruch des Vesuv, 1820 (Zum Vergrößern
anklicken) | Tipp:
Die Ausstellung "Johan Christian Dahl" ist bis zum 13. Oktober im Haus der Kunst in
München geöffnet.
Link: Kunst der deutschen Romantik |