
Wien - Der Wiener Kunstsupermarkt M-ARS ist in Konkurs gegangen, von der Maßnahme sind 44 Gläubiger betroffen. Das Unternehmen aus Wien-Neubau war der erste ganzjährig geöffnete Supermarkt für Gegenwartskunst in Österreich. Als Insolvenzursache wird der Wegfall einiger wichtiger Kunden genannt. Deswegen wurde vorzeitig ein Kredit fällig gestellt, wodurch ein bedrohlicher Liquiditätsengpass entstand.
Das Konzept des am 26. April 2007 eröffneten M-ARS bestand darin, Kunst zu leistbaren Preisen anzubieten. Die Werke sollten griffbereit in regulären Regalen stehen, geordnet nach verschiedenen Abteilungen. Durch ein besseres Erlösverhältnis als im klassischen Galeriegeschäft sollten Künstler gelockt werden. Ein Kuratorium von 50 österreichischen Experten sollte sie dann begleiten, aus ihren Werken wählen und so für Qualität garantieren.
Den ersten Kunstsupermarkt eröffnete der Kunsthistoriker Mario Teres 1998 in Marburg. Im Jahr darauf gab es bereits einen zweiten Standort in Frankfurt am Main. Mittlerweile haben Kunstsupermärkte vor allem im deutschsprachigen Raum (Berlin, Dortmund, Gießen, Solothurn und Sylt) Erfolg. Manche von ihnen sind zeitlich begrenzte Kunstprojekte, andere fixe gewerbliche Betriebe, mit ganzjährlichen regelmäßigen Öffnungszeiten. In Linz gab es bereits im Jahr 2004 mit dem Kunstsupermarkt "Superart" ein Monat lang ein temporäres Projekt. "M-ARS" war der erste ganzjährig geöffnete Supermarkt für Kunst in Österreich. (APA)
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Um Verwechslungen zu vermeiden: Der Kunstsupermarkt findet seit drei Wochen zum dritten Mal in Wien sehr erfolgreich in der Mariahilferstraße 103 statt und läuft noch bis 18.Jänner. Mit M-ars haben wir nichts zu tun. Infos unter: www.kunstsupermarkt.at
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