Mit zwei spektakulären neuen Brücken und Wasserspielen sowie einer Schaukel statt des Riesenrades aus dem Kulturhauptstadtjahr 2009 soll die Erfolgsausstellung heuer 80.000 bis 100.000 Besucher anlocken. Landeshauptmann Josef Pühringer, Vizebürgermeister Kulturstadtrat Erich Watzl (beide V) und der Leiter vom Offenen Kulturhaus (OK) Centrum für Gegenwartskunst Martin Sturm stellten am Dienstag den abgeänderten Parcours vor.
Zwei Kilometer Spazierweg
Knapp zwei Kilometer lang soll der Rundgang auf den Dächern von OK, Passage City Center, Parkhaus und Ursulinenkirche werden, der wieder im OK beginnt. Allerdings führt der Weg anfangs länger durch das Haus, verriet Sturm. Auf den Dächern dominieren Luft und Wasser in künstlerischer Form, eine „Atmosphäre zwischen spielerisch und erhaben“ soll entstehen. Ein Wasserpavillon des dänischen Künstlers Jeppe Hein und ein überdimensionaler Baukasten zum Schaukeln des Oberösterreichers Leo Schatzl ersetzen das rote Riesenrad auf dem Dach der Parkgarage. Weitere Installationen sind ein Nebelmeer und die Lagune von Venedig.
Auf dem Dachboden der Kirche
Im letzten Drittel sei das Projekt total verändert, so Sturm. Zwei vom Schweizer Architekten Jürg Conzett entworfene Brücken - eine vom Hauptplatz aus gut sichtbar - binden den Turm der Ursulinenkirche vom Passage-Dach aus ein. In dem Gotteshaus führt der Weg über den erstmals für die Öffentlichkeit zugänglichen, 250 Jahre alten Dachboden mit barocken Konstruktionen. „Die Chance, diesen Raum begehbar zu machen, hat mich fasziniert“, so Kirchenrektor Peter Paul Kaspar. Durch den zweiten Turm gelangt man zum “überraschenden Abschluss in der Barockkirche“, erklärte Sturm. Die Holzstegkonstruktion über den Dächern sei noch bis 2012 nutzbar.
Der Höhenrausch habe die Chance, ein Kulturformat zu werden, das mit Klangwolke oder Ars Electronica Festival vergleichbar sei, so Watzl. Das Budget von 1,5 Millionen Euro - ein Drittel weniger als 2009 - komme zum größten Teil aus einem EU-Programm; 240.000 Euro stammen aus den Restmitteln von Linz09. Der Betrieb des „Luftkurorts der Fantasie“, so Pühringer, müsse sich selbst tragen. Ein Drittel der Besucher aus dem Kulturhauptstadtjahr - damals waren es 270.000 - wäre ein schöner Erfolg. Auch der botanische Garten Linz sowie die Landesgartenschau Ansfelden seien an dem Projekt beteiligt, lobte Watzl den „gesellschaftspolitischen Brückenschlag“.
Service
„Höhenrausch.2 - Brücken im Himmel“, Kunst-Parcours über den Dächern von Linz vom 12. Mai bis 16. Oktober, Öffnungszeiten: Mo-Fr 10 bis 22 Uhr, Sa, So 10 bis 22 Uhr.
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