Die Aktion läuft unter dem Titel "Krumpendorf ist ein Symbol". Hintergrund: Der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider (FPÖ) hatte 1995 in Krumpendorf bei der jährlich stattfindenden Versammlung der Waffen-SS gesagt: "Es ist gut, dass es in dieser Welt noch anständige Menschen gibt, die einen Charakter haben, die auch bei größtem Gegenwind zu ihrer Überzeugung stehen und ihrer Überzeugung bis heute treu geblieben sind." Diese Aussage, aufgenommen von einem deutschen Filmteam, sorgten weltweit für Empörung - DER STANDARD berichtete.
Auf ihrer Homepage lüftet "Weltbummlerin" Klara Moser auch das Geheimnis um
den Verbleib weiterer Krumpendorf-Tafeln. Eine sei zersägt worden: Der Teil
"Krump" sei an den Wiener FP-Chef Hilmar Kabas für dessen Hump-Dump-Affäre
geschickt worden, das Zwischenstück "end" an die Bundesregierung und der Rest
"orf" an den ORF. Der Ortstafeldiebstahl ist bereits mehreren Künstlern,
darunter Bildhauer Alfred Hrdlicka, angedichtet worden. Der hatte aber glaubhaft
versichert: "Ich weiß ja nicht einmal, wo Krumpendorf liegt."
(simo/ DER
STANDARD, Print-Ausgabe, 13. 3. 2002)
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derStandard.at