| Von der Tradition des Salons | |
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Der Salon als Ort der künstlerischen Begegnung vom 17. Jahrhundert bis gestern. |
Bertha Zuckerkandl war berühmt für Ihren.
Alma Mahler betrieb einen. Lina Loos war ein beliebter Gast. Die Rede ist
vom literarischen Salon, Jour fix, zu dem sich die Creme de la Creme der
Gesellschaft traf. Treffpunkt Salon Man plauderte, hörte Musik, diskutierte über Kunst und lernte - wichtig
für die Künstler - einander kennen. Salons dienten immer des
Selbstdarstellung des Adels und des Großbürgertums. Im Fin de Siècle erlebte der Salon eine letzte große Blüte, bis der
Erste Weltkrieg alles hinweg spülte. Ideenausstausch Als Orte der Kommunikation dienten literarischen Salons bereits in der
zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, die in Italien und Frankreich zu
finden waren. Im Salon des 18. Jahrhunderts wurden politisch-philosophische Fragen
diskutiert. Aufklärung und die Ideen der französischen Revolution bahnten
sich hier ihren Weg. Kunstsalons Bildende Kunst suchte seit der Renaissance die breitere Öffentlichkeit.
Man unterschied zwischen Volkskunst, den Schaustellern auf Jahrmärkten und
religiösen Festen, und der idealen "aristokratischen" Kunst. Um den Brauch
der Fronleichnamsausstellungen zu verhindern, gründete Ludwig XIV 1667 für
die königliche Kunstakademie einen regelmäßigen Salon als ständige
Institution: den Salon Carré im Louvre. In Frankreich war die Bezeichnung "Salon" für die Ausstellung von
Werken lebender Künstler seit 1725 geläufig. Ab 1848 fanden die
Kunstsalons im Grand Palais statt. Französische Revolution Während der französischen Revolution wird der Kunstsalons allen
Künstlerinnnen und Künstlern zugänglich. Restaurative Tendenzen
unterschieden in der Folge wieder zwischen akademischen und
nichtakademischen Künstlern. Erste Deserteure Der Salon wurde vermehrt zur Reibungsfläche, gegen den junge Künstler
opponierten. Legendär sind die Künstlerkollektive die sich wegen
Ausschluss aus den akademischen Salons und gegen deren Programmatik
gründete wurden. 1863 gründeten Manet, Cézanne, Pissarro den Salon der Salon des Refusés. Die Geschichte der klassischen Moderne ist eine Geschichte der Salons.
Sie reicht von den Impressionisten bis zu den Wiener Sezessionisten, über
die Kubisten bis zum "Salon des Sur-Indépendants" 1935 in Paris. Beginn der Kunstkritik Parallel mit dem Salon entstand auch die literarische Kunstkritik. Sie
entstand aus den Katalogheften der Salonausstellungen. Der erste Katalog
erschien 1673 in Paris. Im 18. Jahrhundert entwickelte sich daraus die
Kunstkritik. Diderot und Baudelaire gaben dazu erste Beispiele. | ||