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derStandard.at | Newsroom | Kultur | Bildende Kunst 
06. November 2009
14:27 MEZ

Das Museum der Moderne auf dem Mönchsberg zeigt "Schenkung Thaddäus Ropac" sowie "Werner Schnelle. Fotokonzepte". Beide Ausstellungen sind bis 14. Februar 2010 zu sehen.

 
Zwei Ausstellungen im Salzburger Museum der Moderne
"Schenkung Thaddäus Ropac" und "Werner Schnelle. Fotokonzepte" präsentiert

Salzburg - Der Galerist Thaddäus Ropac hat dem Salzburger Museum der Moderne (MdM) 25 Werke im Gesamtwert von rund 850.000 Euro geschenkt. Ab Samstag, 6. 11., sind diese Arbeiten von 16 verschiedenen Künstlern im Haupthaus des Museums auf dem Mönchsberg zu sehen. Direktor Toni Stooss hat die Werke von 16 Künstlern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zum Teil aus dem Bestand des Galeristen, zum Teil direkt aus den Künstler-Ateliers zusammengetragen.

"Ich habe mit den Werken dieser Schenkung teilweise vorhandene Bestände ergänzt. Und teilweise sind wichtige Künstler wie Anselm Kiefer oder Georg Baselitz in den Besitz des Museums gelangt, von denen wir bisher keine Arbeiten hatten", so Stooss heute, Freitag, bei der Pressebesichtigung. In der Künstlerliste der Schenkung Ropac finden sich neben Kiefer und Baselitz auch Namen wie Markus Schinwald, Sylvie Fleury, Not Vital, Erwin Wurm, Hubert Scheibl oder Marc Brandenburg.

"Fotokonzepte"

Parallel zu den Werken der Ropac-Künstler präsentierte das MdM die Ausstellung "Fotokonzepte" von Werner Schnelle. Auch in diesem Fall profitierte das MdM. Der Künstler verkaufte und verlieh seine Bilder nicht nur, er schenkte der Fotosammlung des MdM 80 seiner "Fotokonzepte"-Arbeiten.

Ein Teil der Fotos dieser Ausstellung ist ohne Kamera entstanden. Schnelle hat Gegenstände und Lichtquellen direkt auf extrem große Negative projiziert und dann im Format 1:1 abgezogen. Auf diese Weise entstanden abstrakte Fotos mit Mustern von Licht und Bewegung. "Schon in den 20er Jahren, also in der Frühzeit des Fotos, wurde mit vergleichbaren Techniken experimentiert", so Kuratorin Margit Zuckriegl bei der Presse-Vernissage. "Schnelle bildet die Realität ab, wie es alle Fotos zwangsläufig tun. Aber die Realität Schnelles ist eine Abstraktion, die mit den Augen alleine nicht erfassbar ist." (APA)

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