| Vier Sammlungen unter einem Dach | |
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Bei allem Lob für die Architektur der Moderne-Pinakothek sind es doch in erster Linie die beherbergten Sammlungen, die im Zentrum des Interesses stehen. |
Die neue Pinakothek der Moderne in
München vereinigt vier bedeutende Sammlungen aus den Gebieten Kunst,
Grafik, Architektur und Design unter einem Dach. Entsprechend den vier
Sammlungen wendet sich die Pinakothek der Moderne mit einem neuartigen
Gesamtangebot an den Besucher, das von Gemälden über Skulpturen und
Videoinstallationen bis zu Fotografien, Handzeichnungen,
Architekturmodellen und Designobjekten unserer Zeit reicht. Durch das Neben- und Miteinander unterschiedlicher kreativer
Entwicklungsprozesse kann der Besucher sich über die verschiedenen
Tendenzen in der bildenden Kunst, im Design und in der Architektur in
einem Haus ein Bild machen und immer wieder Querverbindungen herstellen.
Mit seinen Sichtachsen schließt der Neubau sogar die Kunstwerke der Alten
und Neuen Pinakothek ein.
"Die Brücke" ins 20. Jahrhundert Die Reise durch das 20. Jahrhundert beginnt mit geretteten
Meisterwerken der von den Nationalsozialisten denunzierten "entarteten
Kunst" um die Künstlergemeinschaft "Die Brücke" mit Werken von Ernst
Ludwig Kirchner und Emil Nolde.
Wechselseitige Bezüge
Das Museum ist so konzipiert, dass ein "dialogisches Betrachten" der
Exponate ermöglicht wird. Der sonst übliche Rundgang in vergleichbaren
Häusern ist durch viele Türen und Eingänge aufgebrochen. Bei Sauras
"Kreuzigung" von 1959 angekommen, kann man kurz zurückgehen zu Beckmanns
"Versuchung" (1936/37) und stößt dann auf Bacons "Kreuzigung" von 1965 -
alle Werke großflächige Triptychons, die durch die korrespondierende
Anordnung in Beziehung zueinander treten und dies dem Betrachter
ästhetisch vermitteln.
Der "Käfer" im Museum Mit über 50.000 Objekten der angewandten Kunst des 20. und 21.
Jahrhunderts ist der Bereich Design international führend. Gezeigt werden
auch die Anfänge gestalteter Produkte von der Industriellen Revolution
über Jugendstil bis zum Bauhaus. Ebenfalls zu sehen: der erste
VW-Nachkriegs-Käfer, ein Holzmodell von Porsche, Sessel, Mixer und ein
Stromlinien-Tatra von 1934, ein damals bahnbrechender
Automobil-Prototyp.
Link: Pinakothek der Moderne | ||||||||||||