
Live Cinema & Visual Media Art
Während der Renovierungsarbeiten am Dach des Künstlerhaus-Kinos, deren Beginn im Frühjahr geplant ist, legt das Künstlerhaus in seinem 33 Ausstellungen umfassenden Jahresprogramm eine mehrmonatige Pause ein. Davor startet die Saison am 18. Jänner mit "einem jungen, interdisziplinären Auftakt", wie Direktor Peter Bogner ankündigte, und präsentiert gleichzeitig ein groß angelegtes Festival zur Visualisierung von elektronischer Musik namens "sound:frame", bei dem eine "junge Kunstform, die sich aus der Clubkultur zu einem gleichberechtigten Part der zeitgenössischen Medienkunst etablieren konnte" das Obergeschoß des Hauses einnimmt, während im Erdgeschoß der Bildhauerin Ulrike Truger eine Werkschau gewidmet sein wird.
Herzrasen, herz:rasen
In der Zeit der EURO 2008 steht das Künstlerhaus mit der Ausstellung "herz:rasen", die in Kooperation mit "Österreich am Ball" und dem Technischen Museum entstanden ist, ganz im Zeichen des Fußballs. Und während das Künstlerhaus-Kino in Sommerpause geht, wird nach dem Dach auch der Kinosaal erneuert - so werden durch den Einzug eines zweiten Bodens die hinteren Sitzreihen angehoben, sowie die technische Ausrüstung auf den neuesten Stand gebracht. Im August kehrt dann das Ausstellungsprogramm mit zwei Personalen zurück. Dem ehemaligen Präsidenten Peter Kodera gilt die eine, zum 80. Geburtstag von Alfred Hrdlicka wird zudem eine 200 Arbeiten umfassende Werkschau gezeigt.
Der Oktober steht im Zeichen der Philosophie, der November im Zeichen der Fotografie. Aus Anlass des 140-Jahr-Jubiläums des Hauses wird in "zeit raum zeit. die zeit ist gleichsam in uns drinnen" die Beziehung von Raum und Zeit in unterschiedlichsten künstlerischen Medien reflektiert und auch in der sechsteiligen Fotografie-Serie mit Künstlern aus der Vereinigung lautet das Thema "Erinnerung". Neue Mitglieder der Vereinigung präsentieren ihre Arbeiten Ende Dezember, parallel dazu läuft die Ausstellung "wohnmodelle", die aktuelle Paradigmen des Wohnbaus reflektieren will.
Über die "vielen Vermietungen und Koproduktionen", die 2008 mit Galerien, Messen oder eben der EURO 2008 geplant sind, freute sich Bogner auch hinsichtlich der finanziellen Situation. "Wir haben seit 2006 den turnaround geschafft", so der Direktor, "wir haben keine Schulden mehr." Das Jahr 2007 sei neben den 31 eigenen Ausstellungen ebenfalls von vielen Rahmenprogrammen in Kooperation mit anderen Häusern geprägt gewesen, wie etwa dem Wien Museum, mit dem man sich in Zukunft eine Dauerkooperation wünscht. (APA)