Einigung am Joanneum

Peter Weibel bleibt doch bis Jahresende.
Graz.
(apa/irr) Der Streit am Universalmuseum Joanneum ist offenbar
beigelegt: Peter Weibel, der Intendant Peter Pakesch scharf angegriffen
hat und entlassen wurde, wird nun doch bis Jahresende bleiben und sich
mit Christa Steinle um jene drei Eröffnungsausstellungen kümmern, die
die Neuen Galerie ab November im Joanneumsviertel zeigen soll. Für
Steinle, bisher Leiterin der Neuen Galerie, sowie deren Ex-Chefkurator
Weibel wird eine eigene Stabsstelle geschaffen. In einer Erklärung
entschuldigt sich Weibel für seine "in einer emotionalen Phase
abgegebenen Äußerungen".
Zu diesen kam es, als Pakesch Ende März Einsparungen in der Höhe von
4,3 Millionen Euro ankündigte. Auch Steinles Stelle war betroffen. Ein
alternatives Jobangebot von Pakesch lehnte sie als inadäquat ab;
daraufhin sollte sie auf Sonderurlaub geschickt werden. Peter Weibel
bezeichnete Pakesch daraufhin als "Autokraten", der das steirische
Landesmuseum gelähmt hätte und nun über die Einsparungsmaßnahmen (zu
denen das steirische Sparbudget zwingt) persönliche Rechnungen
begleiche.
Printausgabe vom Donnerstag, 07. April 2011
Online seit: Mittwoch, 06. April 2011 17:46:00