Jürgen Fux und seine Hühner
Tierisch. Jürgen Fux steht für Kunst, die polarisiert. Sein neuestes Werk „Fux & Henn“ ist noch bis 31. August in der Miele-Galerie zu sehen.
Wals Siezenheim. Stets ästhetisch, aber immer polarisierend. So kennt man Jürgen Fux und seine Werke, die sich stets mit der Verarbeitung von Tierhäuten beschäftigen. Und das sehr erfolgreich: Seine Werke hängen in Galerien und öffentlichen Sammlungen in Wien, Zürich, Leverkusen, Turin und New York.
Als gelernter Metzger setzt Fux seine Kunstform nun gebührend fort: Die vielsagende Neuinterpretation „Fux & Henn“ weist mit Selbstporträts des Künstlers, in Röntgenbildern von (angedachten) „Suppenhendln“, auf die Schlachtungsthematik von Legehühnern hin. Ein polarisierendes Thema – die Arbeiten werden bis 31. August in der Miele-Galerie zu sehen sein. Wobei die Eröffnung der Schau einmal mehr zu einem gesellschaftlichen Ereignis wurde. Für „Fux & Henn“ hatte der Künstler 40 Hühner erstanden, die aufgrund mangelnder Legeaktivität dem Suppentopf zugeführt werden sollten, um ihnen auf künstlerischem Weg die Ehre zu bekunden. Während die Häute der Tiere gegerbt und mit Selbstporträts des Künstlers versehen wurden, stellen Röntgenbilder der jeweiligen Hühner die Hülle der individuellen Kunstwerke dar. „Legt eine Legehenne pro Jahr weniger als 200 Eier, wird das Tier automatisch mit einer neuen Aufgabe vertraut gemacht: Es soll in den Suppentopf“, erklärt Fux seine Beweggründe der „Fux & Henn“-Kunstserie.
Im beschwingten Dialog mit Moderator Mentalist Manuel Horeth wurde so auf der Bühne über Kunst, Küche und Musik gesprochen, um, darauf folgend, die Sinne der Gäste in jeglicher Form verwöhnen zu können. Gault-Millau-Hauben- und Michelin-Sternträger Andreas Kaiblinger bezauberte mit Spezialitäten wie „Spargel-Hühnermousse-Eischale“ oder „Coq au Vin“, passend zum Thema der Schau. Die „Shake the Lake Boogie Woogie Session“ mit Richie Loidl und Clemens Vogler sowie Stargast Don Bouchat aus Kanada gab währenddessen den Takt zur Feier an.



















