Hans Weigand hat das Wort in der Galerie Klaus und Elisabeth
Thoman. Zur Debatte stehen mit Life Boat, Tichuana und
Cotton jene Werkzyklen, die seit 1997 entstanden sind. Der Galerieraum
wurde mit Tapeten in Leinen-, Rau-faser- und Ziegelstruktur zu einem Ort des
spießigen Kitsches umfunktioniert. Tristesse pur, überfrachtet mit Sperrigkeiten
der besonderen Art. Weigand jongliert fast spielerisch mit den Codes der Moderne
und setzt damit ganz raffiniert Querverweise zu aktuellen Tendenzen.
Technologiegläubigkeit und Globalisierung sind die großen Schlagworte, die
teilweise auf bizarr anmutende Weise thematisiert werden.
Galerie
Elisabeth und Klaus Thoman,
6020 Innsbruck, Adamgasse 7a,
(0512) 57 57
85. Bis 1. 3.
1976 und 2001 sind die Eckpfeiler der kleinen, David Smyth-Personale
in der Zeitkunstgalerie Kitzbühel: For the moment. Die Malerei des
zwischen den USA und Österreich pendelnden Künstlers bezieht ihren Reiz aus der
kontinuierlichen Veränderung stets gleicher Basisemotionen. Es ist ein ewiges
Neuentdecken nur scheinbar schon bestehender Vertrautheit, eine "Archäologie der
Allzeitlichkeit im Jetzt". Zu Beginn sind wohl alle Bilder von vielen Linien
durchzogen, Linien, die physisch und intellektuell zugleich sind.
Augenblicksnotate werden zu Geschichte, Musik zu Farbe, Sprache zu Noten.
6370 Kitzbühel, Hammerschmiedstraße 5,
(05356) 648 05. Bis 1. 3.
(DER STANDARD, Print-Ausgabe, 18. 2. 2002)
Quelle: © derStandard.at