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ARCHITEKTUR: Zamp Kelp in Urfahr

Ein zündender Funke

Die GalerieHalle Urfahr zeigt erstmals eine der Architektur gewidmete Ausstellung: Werke des in Düsseldorf ansässigen Architekten Zamp Kelp, der nicht zuletzt in seiner Eigenschaft als Mitglied des Linzer Gestaltungsbeirates das Baugeschehen in Oberösterreich wesentlich beeinflusst.
Zamp Kelp, 1941 in Transsylvanien geboren, absolvierte sein Architekturstudium an der TU Wien, wo er 1967 mit Klaus Pinter und Laurids Ortner die Haus-Rucker-CO gründete. Die Zusammenarbeit dauerte bis 1987, seither hat Zamp Kelp sein Büro in Düsseldorf. Wichtige Bauten Zamp Kelps sind u. a. das Neanderthal-Museum in Mettmann (1994-96) oder der "Jahrtausendblick", ein Teil der Expo 2000 in Hannover.
Die Ausstellung in der GalerieHalle beschränkt sich auf Handskizzen und verzichtet bewusst auf Pläne, Modelle oder Fotografien. Sie vermittelt damit umso eindringlicher jene Qualität, die Zamp Kelps Architektur auszeichnet: Er erschafft für jede Aufgabe aufs Neue eine Antwort, die nur von ihm stammen kann und auch nur ihr entspricht. Form, Gestus und Hülle der Räume sind gebaute Entsprechungen der Inhalte, weit über das Erfüllen der funktionalen Anforderungen hinaus.
Darin bleibt Zamp Kelp sich treu, ohne sich selbst kopieren zu müssen. Die Skizzen vermitteln den zündenden Funken, der seinen Arbeiten innewohnt. Der sie, wie ein Blick in die ebenfalls in der Galerie aufgelegte Monographie bestätigt, auch einmal ausgeführt bewohnt und damit aus der Beliebigkeit des allgemeinen Baugeschehens hebt. (rr)
GalerieHalle Urfahr/ Ottensheimer Straße: bis 22. 9., Tel. 0676 / 32 07 082


OÖN vom 11.09.01 zuletzt geändert am: 10.09.01 17:04:48


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