In Wien
Das Projekt sieht die Entwicklung von Entwurfsstudien für das Messegelände Süd vor. Herrscht doch derzeit noch Ungewissheit, was nach dem - derzeit laufenden - Bauprojekt der "MesseWienNeu" mit diesem rund 600 Meter breiten und 200 Meter langen Gelände geschehen soll.
Für die Stadt Wien ist eine internationale Ideenfindung für eine Entertainment-Zone im Wiener Prater - zwischen Volksprater und neuer Messe, erschlossen von der künftig dorthin geführten U2 und zwei großen, bereits im Bau befindlichen Parkhäusern - immerhin so willkommen, dass der Wiener Planungsstadtrat Rudolf Schicker (S) die Projektarbeit begleiten wird. Ebenso wie der Wiener Stadtteilplaner Peter Klopf die Studenten bereits in Boston informieren wird. Im März wird sich die Gruppe dann in Wien vor Ort und bei der MA 21 mit der Problemlage im Detail vertraut machen.
Kooperation mit Disney
Die Graduate School of Design ihrerseits kann das "Know-how" für Entertainment-Gebiete bzw. -Spezialisten von einem ihrer Hauptsponsoren hinzuziehen: der Walt Disney Company.
Dass dieses Know-how entsprechend sensibel auch ins "Wienerische" übersetzt wird, dafür wollen Gustav Peichl und sein Assistent Christoph Lechner sorgen - ebenso wie Planungsstadtrat Schicker, der mit weiteren Leitern seines Amtes auch in der Jury sitzt. "Selbstverständlich dient das Projekt ausschließlich einer Ideenfindung", betont Peichl, um jeden womöglich keimenden Verdacht einer Disneylandisierung des Praters gleich zu ersticken.
"Attractor-Mediator und Katalyst"
Über 100 Bewerber haben sich für das von Peichl geleitete "Ideenfindungs-Studio" für den Wiener Prater gemeldet, von denen zwölf Kandidaten gewählt wurden. Aufgabenstellung ist es, ein pulsierendes Gebiet zu entwickeln, das für den Prater und für Wien als "Attractor-Mediator und Katalyst" (Peichl) wirken soll.
Nach der "MesseWienNeu" soll so im Prater ein weiterer Anziehungspunkt
entstehen, der nicht nur mehr Wiener als bisher dorthin ziehen soll, sondern für
Wien im Wettstreit der europäischen Touristenstädte auch eine weitere Attraktion
bringt. Die Entwurfsarbeiten sollen im Herbst publiziert und in einer
Ausstellung in Wien zur Diskussion gestellt werden. (APA)
Quelle: © derStandard.at