Am Anfang des Films standen zwei von
einander unabhängige Ideen von zwei Personen, die sich bereits kannten:
Alexander Korda und Graham Greene.
Filmimpresario und...
Alexander Korda war am Beginn der Nazizeit über Hollywood nach England
emigriert. Er hatte in Wien bereits Filme unter anderem mit dem legendären
Sascha Kolowrath in den Filmstudios am Laaerberg gedreht. Sein
berühmtester Film in Wien war "Der Prinz und der Bettelknabe", den er mit
seinem Regieassistenten und lebenslangen Freund Karl Hartl gemacht
hatte.
...erfolgreicher Emigrant
In der Emigration in England begann er die britische Filmindustrie mit
aufzubauen. In den 40er Jahren war er bereits der große Mann des
britischen Films. Zu dieser Zeit war die
britische Filmindustrie in der
Krise und Korda war auf der Suche nach einem Knüller. Der Ort der Handlung
sollte den Briten nicht allzu vertraut sein. In Frage kamen ausgebombte
Städte auf dem Kontinent.
Erste Ideen
Korda hatte die Idee mit Cary Grant zu filmen. Es gab einige
Vorgespräche und nach einigem Scheitern kam dann der Gedanke einen Film
mit dem britischen Autor Graham Greene und dem britischen Regisseur Carol
Reed zu drehen. Mit beiden hatte er schon den Film "Fallen Idol"
produziert, man kannte einander.
Wiener in London
"Fallen Idol" war ein Bombenerfolg, auch in Amerika, und an diesem
Erfolg wollte Korda anschließen. Zur selben Zeit kam Kordas Freund, Karl
Hartl, der nun Chef der Wien Film war, nach London um mit Korda über ein
englisches Remake des "Engel mit der Posaune" zu verhandeln
Die Story nimmt Gestalt an
Hartl, Korda, Greene und Reed trafen sich und da sprang der Funke über.
Sie unterhielten sich nächtelang über Wien. Während Korda auf der Suche
nach einem Sensationserfolg war, hatte Graham Green die Idee zu einem
neuen Roman entwickelt, indem ein Mann gerade begraben wurde und dann
plötzlich wieder auftaucht.
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| Vermählungsbrunnen |
Mit diesem Motiv im Kopf und den Diskussionen über Wien im Gepäck
reiste Greene nach Wien und erforschte zwei Wochen die Stadt. Er trieb
sich in schäbigen Nachtklubs, in der Oper, im Sacher in der Josefstadt
herum und sog alles wie einen Schwamm auf. Er schrieb eine Story. Korda
gefiel sie und er kaufte sie. Und allmählich in langen Diskussionen mit
Carol Reed entstand ein Drehbuch, das sogar noch am Filmset immer wieder
umgeschrieben und ergänzt wurde.
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