
An Präsentationen in der MAK-Ausstellungshalle ist lediglich eine Peter-Eisenman-Retrospektive (ab 1. 12.) geplant. Die laufende Wiener-Werkstätten-Schau wird bis Mitte April verlängert. In dem Zusammenhang strich Noever das "klare Bekenntnis zur Gegenwartskunst" heraus, auch wenn es sich um historische Phänomene handle - dies zeichne sein Museum aus: ein Ort der Kunstproduktion. Als ein "unerhört ungehöriges Produkt" bezeichnete er die Kunst und den Umgang damit.
Alle Jahre wieder wurde die "Misere des Ankaufsbudgets" beklagt. Birgit Jürgenssen, im Vorjahr gestorben, vermachte dem MAK einen Großteil ihres Werkes. Ein Vorgang, der unwürdig sei, so Noever: Das Museum müsse vielmehr von Künstlern kaufen und nicht beschenkt werden. Die kommende Schau in der MAK-Galerie steht im Zeichen von Jürgenssens Schuh-Skulpturen; im Herbst steht Tomoko Sawada am Programm.
Das MAK-Budget sei seit vier Jahren dasselbe, sagte Noever, es gäbe jedoch höhere Personalkosten. Schlussendlich hängt es immer am Geld: dem Treibstoff für das "Kraftwerk MAK". (dok/DER STANDARD, Printausgabe, 4.2.2004)