Wien - In dem von den Wiener Grünen initiierten Wettbewerb "Kunst im Öffentlichen Raum" wurden aus 149 eingereichten Projekten von der Jury in 6-stündiger Sitzung drei Siegerprojekte gekürt: "Dirty Old Women" von Ines Doujak, "Microsonic Blow Up" von Zahra Mani und Barbara Kraus sowie "Architektenstrich" von feld72.
"Viele Einreichungen arbeiten auf extrem hohem Niveau", so Kultursprecherin Marie Ringler in einer Aussendung: "Wir werden daher auch versuchen, einige Projekte, die nicht im Rahmen des Wettbewerbs realisiert werden können, an die Bezirke und deren Budgets weiterzugeben."
Die Siegreichen
In "Dirty Old Women" setzt sich Ines Doujak anhand von Workshops in einem Altersheim mit der Repräsentation alter Frauen auseinander. "Die Workshops aktivieren die Betroffenen selbst und ermöglicht ihnen, über sich nachzudenken und Bilder von sich herzustellen," so die Künstlerin. Die Ergebnisse der Workshops werden in Form von Plakaten, einer Postkartenedition und kopierten Heften der Öffentlichkeit präsentiert.
"Microsonic Blow Up" ist eine Installation und Performance, die Aufmerksamkeit für versteckte bzw. unzugängliche Klänge schafft und diese in den öffentlichen Raum überträgt. So wird z.B. das Geschehen im Parlament, im Rathaus oder in der Börse 24 Stunden lang akustisch beobachtet, gesampelt und später an so genannten Sound-Observer-Stations wiedergegeben.
Bei "Architektenstrich" wird ein vierköpfiges Team, genannt Raumkolporteure, eine Woche lang in der Linie U1 unterwegs sein und dort kostenlos Planungsaufgaben für jedermann/frau übernehmen. Der Innenraum des Waggons fungiert als fahrendes Büro, in dem die Fahrgäste die architektonischen Ideen mitberaten, mitdiskutieren und mit ausarbeiten dürfen und sollen. (APA)