Salzburger Nachrichten am 11. April 2006 - Bereich: Kultur
Vernetzte Kunstausbildung

Sommerakademie baut Kooperationen aus

SALZBURG (SN). Die 1953 von Oskar Kokoschka gegründete Internationale Sommerakademie für Bildende Kunst Salzburg ist die traditionsreichste Sommerakademie Europas. Rund 450 Teilnehmer werden heuer die 23 Klassen der Sommerakademie besuchen. Barbara Wally, die Leiterin der Sommerakademie, will die internationale Vernetzung ausbauen, wie sie bei einem Pressegespräch am Montag erklärte.

"Die Internationalität tragen wir ja schon im Namen. Es ist nicht verwunderlich, dass wir, gerade in einer Zeit, in der die EU die Außengrenzen dichter gemacht hat, uns besonders um Kooperationen mit Kulturorganisationen aus Nicht-EU-Ländern bemühen. Salzburg profitiert ebenfalls enorm von dieser Art des Kulturaustauschs und wir können so heimischen Künstlerinnen und Künstlern die Chance verschaffen, als Lehrende oder als Studenten in diese Länder zu reisen", erklärte Barbara Wally.

Die Internationale Sommerakademie unterhält derzeit eine Kooperation mit der integrativen Initiative Sekem aus Heliopolis, Kairo. Salzburg bietet einen Freiplatz für ägyptische Künstler. Die Technische Hochschule Irkutsk, Russland, entsendet zwei Studierende in die Architektur- bzw. Designklasse und treibt überdies die Gründung einer Sommerakademie am Baikalsee voran. Seit 1995 lehren die chinesischen Zhou-Brothers in Salzburg, die Sommerakademie unterstützt das von ihnen gegründete Zhou B Center in Chicago. Eine Kooperation gibt es auch mit der Shanghai Jiao Tong University (SJTU), einer der ältesten Hochschulen Chinas.