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Fußboden-Kunst in Linz
Kunst mit Füßen treten? Bitte sehr! Für diesen Zweck tapeziert der Linzer Rudi Stanzel den Boden im OÖ. Kunstverein mit beschnittenen A3-Schwarzweißbildern, versiegelt die riesige Collage mit Lack, macht sie so wischfest, begehbar. Das Rohmaterial für die begehbare Arbeit stammt aus dem Experimentalstreifen "Reformel" des Iranischen Filmemachers Arash.

Er widmet sich darin Stanzels Werk, filmt und verfremdet, mixt Originalton mit künstlichen Geräuschen, beschleunigt damit dynamische Bilder noch zusätzlich, bringt sie zum schwingen. Zurück zur Installation : Stanzel würfelt 1200 Momentaufnahmen durcheinander, die er zuvor aus 18.000 Filmbildern herausgepickt hat. Die Schwarzweißstruktur zeigt Falten und Wellen, Hell und Dunkel, viel Fläche und ganz wenig Text.

Eine riesige Graphit-Gipsbinden-Styroporskulptur ragt aus dem horizontalen Riesenbild, erzeugt Spannung. Die Installation ist eine Neuauflage, ein ähnliches Werk entstand bereits 2000 im Wiener Museum für angewandte Kunst/MAK. (dh)

OÖ. Kunstverein, Ursulinenhof Linz: bis 29. 9., Mo.-Fr., 15-19 Uhr.



OÖNachrichten vom 17.09.2003
 
   
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