WALK THE LINE ?



Alfredo Barsuglia
Sevda Chkoutova
Christian Eisenberger
Michela Ghisetti
Franz Graf
Julie Hayward
Siggi Hofer
Adrienn Kiss
Constantin Luser
Christoph Schmidberger




WALK THE LINE  ?                                                                                                  
                                                                                                                                                                                                                         
Extraordinary Examples in Graphic Arts

 
Alfredo Barsuglia
, Sevda Chkoutova, Christian Eisenberger,
Michela Ghisetti
, Franz Graf, Julie Hayward, Siggi Hofer,
Adrienn Kiss
, Constantin Luser, Christoph Schmidberger
 

Einladung zur Ausstellungseröffnung
am Dienstag, den 04.05.2010, 19-22 Uhr
Ausstellungsdauer bis 15.06.2010
Öffnungszeiten: Di-Fr 14-19 Uhr , Sa 10–14 Uhr
 
Einführung: Mag. Hartwig Knack
Kunsthistoriker und Kulturwissenschafter
 
projektraum viktor bucher
a-1020 wien, praterstrasse 13/1/2
t/f  +43 (0) 1 212 693 0
m  +43 (0) 676 561 988 0
projektraum@sil.at
www.projektraum.at                                           


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Wieso das Medium „Zeichnung“?

Die Zeichnung war und ist ein Schlüsselmedium der Wirklichkeitsaneignung.

Der Ausstellungstitel Walk The Line ist der gleichnamigen US-amerikanischen Filmbiografie aus dem Jahr 2005 entlehnt, die vom Leben des
Johnny Cash erzählt.

Der Song-Titel wiederrum nimmt Bezug auf einen seiner erfolgreichsten Songs, die Johnny Cash geschrieben und gesungen hat, „I Walk The Line“.

Übersetzt bedeutet „to walk the line“ so viel wie „auf dem rechten Weg bleiben“ oder „sich beherrschen“.

Nun: Unzweifelhaft verzeiht die Zeichnung verglichen zur Malerei sehr viel weniger und setzt insofern eine gewisse Beherrschung des Medium
„Zeichnung“ voraus. Die moderne Zeichnung seit Ende des 19. Jahrhunderts ist geprägt durch eine große Freiheit in der Wahl zeichnerischer
Mittel. Die Grenze zwischen Malerei und Zeichnung verwischt umso stärker, als die farbliche Gestaltung etwa mit Hilfe von Pastellfarben und
Kreiden oder die plastische Gestaltung durch Verwischen und Verreiben die Eindeutigkeit der Linie in den Hintergrund treten lassen. Ob ein
Bild Zeichnung oder Malerei ist, lässt sich mit Hilfe der klassischen Kriterien nicht mehr eindeutig beantworten.

Methodische Ansätze aus der neueren Wissenschaftsforschung begreifen die „Zeichnung“ als einen Akt der Aufzeichnung, als Handlung. Unter
Handlung wird hierbei ein vielschichtiger Begriff verstanden: von dem konkreten Handeln der Hand auf dem Papier, dem Papierträger als
Handlungsraum, dem Zeichnungsvorgang als Geschichte von Entscheidungen bis hin zur zeichnerischen Praktik als Intervention in der
symbolischen Struktur des Kunstsystems. 1

Was die Angepasstheit angeht, so soll die Ausstellung diese anhand 10 ausgewählter, unterschiedlicher und herausragender grafischer
Positionen widerlegen.


1 Aus: Jutta Voorhoeve „Die Zeichnung in der zeitgenössischen Kunst: Notation, Expression, Experiment“. Kunsthistor. Inst. i. Florenz, Max Planck
-Inst.






Alfredo Barsuglia “About Separations And Memories”, 2010. (Entwurf). Wandzeichnung/Zeichnung, gerahmt/Gemälde. Ca. 220 x 220 cm.