anmeldenabmelden

Martin Strauß 1957-2010

23. Dezember 2010, 20:39

Der in Wien lebende Künstler war durch seine Plakatprojekte im öffentlichen Raum bekannt

Wien - Schrift und Text waren in den Arbeiten des in Wien lebenden Künstlers Martin Strauß (geb. 1957 in Wasserburg am Inn) wiederkehrende Elemente, die er insbesondere für seine Plakatprojekte im öffentlichen Raum nutzte.

Zu den letzten größeren Arbeiten des Künstlers, der ebenso wie sein Zwillingsbruder Stephan zunächst Philosophie, dann Kunst studierte, zählen die Fassadengestaltungen für das Festival der Regionen 2009 (mit Karl-Heinz Ströhle) oder für das Mak 2004 (mit Otto Mittmannsgruber).

Martin Strauß starb vergangene Woche 53-jährig nach langer, schwerer Krankheit in Wien. (kafe/ DER STANDARD, Printausgabe, 24./25./26.12.2010)

 

weitersagen:
drucken

Martin wir werden dich immer lieben und in unseren herzen behalten. Jeder, der dich kennenlernen durfte war sofort begeistert von dir.

anm.: zu seinen letzten grösseren arbeiten gehört auch das im früjhar 2010 erschienene buch: "sanktionen",
welches auch in der print ausgabe des standard über einige ausgaben hinweg diskutiert wurde.

24.12.2010 09:53
.
[2]
.
es ist schon bedenklich...

...dass über einen künstler erst aufgrund seines todes berichtet wird. zu lebzeiten, als es für ihn noch hilfreich gewesen wäre, war seine arbeit kaum jemandem eine meldung wert.
ich werd ihn vermissen...

25.12.2010 15:04
.
[2]
.
Mein Beleid den Hinterbliebenen.

Zu Ihrer Klage: Sofern nicht berühmt, ist der Tod eines Künstlers nicht berichtenswerter als jener der Näherin Maria H. aus Gmünd.

Kunst und Künstler nicht verklären.

26.12.2010 10:44
sie irren

die "berichtenswertigkeit" hat immer etwas mit relevanz zu tun - diese besteht entweder für eine grössere öffentlichkeit oder auch nur einen einzelnen berichterstatter. insofern spricht die tatsache, dass hier von martin strauss die rede ist für sich.
ich habe nicht gefragt "warum gibt es hier überhaupt einen artikel über martin strauss", sondern mein bedauern darüber geäussert, dass in der vergangenheit nicht öfter über seine arbeit berichtet wurde (ausnahme standard).
dieses bedauern hat weder etwas mit verklärung noch dem versuch zu tun, kunst als wichtiger zu proklamieren als sie ist.
im übrigen sind näherinnen durchwegs respektable personen und solche vergleiche, auch in anbetracht der ernsthaftigkeit des ereignisses, unangebracht...

26.12.2010 12:21
.
[1]
.
Ich will angesichts des traurigen Ereignisses kein Streitgespräch führen.

Nur soviel: auch das Leben und Werk eines Künstlers ist idR. grundsätzlich nicht berichtenswerter. Kunst und Künstler (vor allem die steuergeldsubventionierte) überschätzen sich hierzulande recht gern - und erwarten das auch von der Öffentlichkeit.

Mir war der Mann unbekannt, ich habe mir gerade ein paar Plakate angesehen...naja...nicht gerade bahnbrechend, war doch alles schon mal da...

Sie mögen das anders sehen.

26.12.2010 13:55
.
[1]
.
wenn Sie kein Streitgespräch führen wollen,

dann sparen Sie sich gefälligst Ihr "Nur so viel: blabla", das hier niemanden interessiert.
Das ist autoritäres Besserwissertum, offensichtlich von jemandem, der keine Ahnung von der Materie hat, einfach nur fehl am Platz bei all jenen, denen diese Nachricht zu Herzen geht.

...selbst im online_standard kommt die Kunst erst nach dem Sport, Etar etc.

Wem interessiert im "Kulturland Österreich" (Eigendefinition) ein gegenwärtger Bildender Künstler wie Martin Strauss?
Selbst wenn die künstlerischen Arbeiten international anerkannt sind, interessant wird er/sie hier in A erst dann, wenn mit ihn/ihr in Politik/Fremdenverkehr sich punkten lässt.

Martin - du fehlst uns!

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.