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Galerie Exner. Die getroffene Auswahl von Ölbildern,
Papierarbeiten und Druckgraphiken zeigt Günther Förgs
facettenreiche Strategien über einen malerischen und zeichnerischen
Diskurs über die abstrakte Kunst in der Moderne. Diese Reflexion
beinhaltet zum einen dezidierte Zitate, zum anderen eigene
Hervorbringungen voller Dichte und Spannung. Förg schafft mit grobem
"Farbanstrich" Werke, die auf Barnett Newmans monochrome Felder mit
vertikalen vibrierenden Strichen anspielen, oder bezieht sich auf den
Raster als formales Paradebeispiel der abstrakten Kunst, wie etwa bei
Mondrian. Dieser Bezug wird jedoch sogleich gebrochen, indem Förg die
Strenge des Konstruktiven durch gestische Liniensysteme relativiert. Neben
einer bravourösen Bleiarbeit überzeugen besonders auf den ersten Blick
unscheinbare Kaltnadelradierungen, nachträglich vom Künstler koloriert:
Feine Strukturen der ausfransenden Linie in Kombination mit den
transparenten malerischen Flächen. (I., Rauhensteinstraße 12; bis 31.
Juli)
Galerie Charim und Galerie Hilger (artLab). Semiotic Landscapes, von
Dorota Monkiewicz aus dem Nationalmuseum Warschau kuratiert, präsentiert
polnische und österreichische Positionen, die über Zeichensprachsysteme im
gesellschaftlichen Kontext reflektieren. Zeitlich wurde mit Beiträgen von
Künstlern aus den späten sechziger Jahren eingesetzt, deren Agieren eng
mit konzeptionellen und aktionistischen Aspekten in Verbindung stand.
Valie Export etwa wandelt die gleichnamige Zigarettenpackung in ihr
eigenes Kunstprodukt um. Aus Smart wird Valie. In einem weiteren Beispiel
markiert sie mit Hilfe ihres Körpers öffentliche Orte, wie etwa Gehsteige
und Hausecken. Zofa Kulik führt ein "Archiv der Gesten" vor Augen,
in dem in einer Art Alphabetsystem seine Körperhaltungen bestimmte
Aussagen transportieren: Die Stellung des Schreitenden oder die
Himmelfahrt Christi mit drapiertem Lendentuch. Im Bereich der Malerei
bezieht sich Christina Breitfuß direkt auf den öffentlichen
Gesellschaftsraum, der durch bestimmte semiotische Systeme festgelegt ist.
Ihre malerischen Beiträge verfaßt sie in schnappschußartigen Gemälden, die
etwa Passanten beim Telephonieren oder auf U-Bahnsteigen darstellen.
Andreas Leikauf bedient sich in seinen Bildern Phrasen und
Redewendungen, die abgedroschen erscheinen, oder im Sinnlosen versanden.
(I., Dorotheergasse 12; bis 27. Juli)
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Wien
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