OÖNachrichten
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von
Bernhard Lichtenberger
BUDGET: Bürgermeister Dobusch sieht sich durch Gutachten im Recht
Linz will nichts für Kunstuni zahlen
30 Jahre lang zahlten Stadt Linz und Land Oberösterreich jeweils ein Sechstel des Jahresbudgets der heutigen Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung in Linz. Damit soll jetzt Schluss sein, befindet Bürgermeister Franz Dobusch.

Er beruft sich dabei auf ein Gutachten von Bruno Binder, Linzer Universitätsprofessor für Öffentliches Recht. Demnach gibt es für diese finanzielle Leistung - zuletzt 1,56 Millionen Euro pro Jahr - keine rechtliche Grundlage mehr.

Die Vorgeschichte: Bei der Gründung der Kunsthochschule verpflichtete das Errichtungsgesetz von 1973 Stadt und Land dazu, dem Bund jeweils ein Sechstel seines Aufwandes zu ersetzen. Eine Situation, wie sie an keiner anderen österreichischen Universität besteht, da Uni-Angelegenheiten "eindeutig Sache des Bundes sind", wie Dobusch im OÖN-Gespräch sagt.

Seit geraumer Zeit hegt die Stadt Linz das Ansinnen, vom Bund aus der Verpflichtung entlassen zu werden. Dazu gab es das Angebot, quasi als "Abschlagszahlung" eine Neusituierung, neue Räumlichkeiten mitzufinanzieren. Das wurde aber stets abgelehnt.

Das neue Universitätsgesetz 2002, das seit 1. Jänner 2004 in Kraft ist, hebt laut Gutachten das Errichtungsgesetz von 1973 auf.

In den nächsten Tagen will der Linzer Bürgermeister einen Stadtsenatsbeschluss herbeiführen, "dass wir mit den Zahlungen aufhören. Ich werde natürlich dieses Rechtsgutachten auch dem Land Oberösterreich zur Verfügung stellen."

Für die Kunstuni dürfe und könne das keine Folgen haben. Eine mögliche Klage seitens des Ministeriums wegen der Zah



OÖNachrichten vom 5.02.2004
 
   



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