Österreich-Pavillon in Venedig vor Eröffnung
„Architektur ist ein Spiegel und ein Motor der Gesellschaft“, betonte Kulturministerin Schmied, und der österreichische Beitrag sei als ein „klares Bekenntnis zu Weltoffenheit“ zu verstehen. Es könne, streute Kommissär Eric Owen Moss Rosen, „wohl kein eindeutigeres Signal für Kommunikationsbereitschaft geben, als einen Architekten aus Los Angeles als Kommissär zu beauftragen“
.
Um zu sehen, was Österreich architektonisch für die Welt geleistet hat, muss man den Pavillon von Josef Hoffmann auch gar nicht betreten: Gleich von der Fassade blicken Aufnahmen, etwa von Hans Holleins SBF Tower im chinesischen Shenzhen oder von Anna Heringers handgemachter Lehm- und Bambusschule in Bangladesh in die Giardini-Landschaft. Auch Feichtinger und Pruscha, Cool Himmelb(l)au und Raimund Abraham lassen den Pavillon als zugkräftiges Österreich-Team in Leistung verschwinden.
Wo, wenn nicht vor solcher Fassade, passt eine spitze kleine „Anlehnung an die Lehrer-Debatte“, wie Schmied bemerkte: „Tiroler Architekten bauen nicht nur in Tirol - sondern in der ganzen Welt.“
Und die ganze Welt baut auch in Tirol: Zaha Hadid etwa, mit der „Nordpark Stadtseilbahn“. Aufnahmen von Bauten internationaler Architekten in Österreich zieren das Innere des Pavillons auf einer Plane, die als riesiger Tunnel durch den Raum gespannt ist. Im hinteren Bereich hat sich Moss - nicht zuletzt auf ausdrücklichen Wunsch der Ministerin - der Lehre gewidmet und von den heimischen Architekturklassen, aber auch von internationalen Schulen mit österreichischen Lehrenden „Objekte“ anfertigen lassen.
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