17.12.2001 12:12:00 MEZ
20er Haus bleibt 20er Haus
Österreichische Galerie und MUMOK wollen Ausstellungspavillon gemeinsam betreiben

Wien - Das 20er Haus bleibt auch nach dem Auszug des Museums moderner Kunst weiter 20er Haus. Die Österreichische Galerie, die den von Karl Schwanzer für die Brüsseler Weltausstellung 1958 erschaffenen Ausstellungspavillon nach dessen Generalrenovierung weiter betreiben sollte, ist wie die Tageszeitung "Die Presse" berichtet, mit dem neuen Direktor des MUMOK Edelbert Köb übereingekommen, das Haus künftig gemeinsam zu bespielen.

20er Haus wird nicht die Herberge des Wotruba-Nachlass

Der Direktor des Kunsthistorischen Museums Wilfried Seipel, der als Präsident des Vereins zur Erhaltung des Nachlasses von Fritz Wotruba seit Jahren auf Herbergssuche ist, hat nun in Albertinadirektor Klaus Albrecht Schröder einen neuen Partner gefunden, der einen attraktiven Lösungsvorschlag für die Aufstellung der Wotruba-Werke machen konnte: die Albertina. Mit der Überdachung des Innenhofs und der anschliessenden Pfeilerhalle und dem Säulengang stünde eine Fläche von rund 800 Quadratmeter zur Verfügung, wobei auch die Bastei vor der Albertina Platz für großformatige Skulpturen bietet.

Ein "lebendiges Haus" der klassischen Moderne Zur neuen Partnerschaft Österreichische Galerie - MUMOK erklärt Direktor Gerbert Frodl, dass eine alleinige Bespielung des Ausstellungspavillons durch die Österreichische Galerie zu kostenintensiv wäre. Nun sei daran gedacht, das Haus der klassischen Moderne zu widmen. "Das soll kein statisches Museum sein, wovon es in Wien nun weiß Gott genügend gibt, sondern ein lebendiges Haus mit wechselnden Ausstellungen, wobei der Begriff klassische Moderne ziemlich weit zu fassen ist". Seitens des Wirtschaftsministeriums hat Frodl Signale erhalten, dass die Finanzierung der Restaurierung gesichert sei.(APA)


Quelle: © derStandard.at