27.06.2003 14:43
Die "essence 2002" der Angewandten
Leistungsschau der Universität im 20er Haus - Foto
Wien - "Aufgabe der Kunst ist es nicht, Illusionen zu
vermitteln, sondern neue Wirklichkeiten zu schaffen", schreibt Gerald Bast,
Rektor der Angewandten, im Ausstellungskatalog zu "the essence 2002". Beispiele
präsentiert die Universität für angewandte Kunst Wien zum dritten Mal in einer
Überblicksausstellung, heuer im 20er Haus, von 27. Juni bis 27. Juli. Die
Auswahl von Diplom- und Semesterarbeiten aus allen Instituten der Angewandten
ist öffentliche Plattform für die Künstler wie Qualitätsschau der Universität.
Jakob Edlbacher, Student am Institut für Design, hat etwa mit "Hurly
Burly" einen kompakten, schwenkbaren Dunstabzug bis zur Produktionsreife
entwickelt, Markus Filgut eine "Clothoide" getaufte Symbiose aus Waschbecken und
WC. Nina Dick belichtete Fotografien mit zwei dreiminütigen Super 8 Filmen von
Menschengetümmel und Hochhäusern. Während die Architektur-Klasse von Wolf D.
Prix Lösungen für das Bebauungsgebiet "Wien Mitte" entwarf, die statt einen
urbanen Kahlschlag vorauszusetzen auf dem gewachsenen Gewebe der Stadt aufbauen,
gefassten sich die Studierenden der Meisterklasse von Greg Lynn mit dem "Potato
Problem", eine pädagogische Übung mit Erdäpfeln, um den architektonischen Raum
nicht nur als Volumen, sondern auch als Fläche zu begreifen.
(APA)