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An · Licht · Aus

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Zur künstlerischen Arbeit von Katrin Plavcak /

Das österreichische Webverzeichnis!Gedanken rasen durch den Kopf. Ausruhen geht nicht. In der schnellen Alltagswelt gibt es wenig Zeit, sich mit dem zu beschäftigen, was einen bewegt. Katrin Plavcak versucht mit ihrer Malerei den "Film", der da läuft, anzuhalten, für den Betrachter festzuhalten und in Ruhe anschaulich zu machen. Was bleibt, sind Bilder des Augenblicks. Momentaufnahmen.
In ihrer Diplomausstellung "An · Licht · Aus" war ein Ausschnitt ihrer "Alltagsbilder" zu sehen, hinter denen gesellschaftskritische Gedanken stehen. Katrin malt mit Wut im Bauch. Wut über die Ungleichberechtigung der Frauen beispielsweise. Ängste vor Krieg, Umweltverschmutzung und Arbeitslosigkeit beeinflussen ihre Arbeit. Trotzdem, das gemalte Bild, das bleibt, ist optimistisch, kraftvoll und bunt. Ein eigenartiger, fast schwarzer Humor zieht sich durch ihre Werke. Das Öl wirkt leicht, nicht monumental. Die Farbe trägt Katrin Plavcak mit rasanten Bewegungen auf die großformatigen Flächen auf. Details werden nicht genau ausgeführt. Fragmente von früheren Bildversionen, die erst am zweiten Blick sichtbar werden, lässt sie einfach stehen. Als Anregung für ihre grob ausgeführten Bilder verwendet sie Fotos aus den Medien, Comics oder biografische Begebenheiten. Hinter ihrer unverschönten Art zu malen verbirgt sich die Absicht, die Aussage des Bildes zu verstärken und Betroffenheit zu erzeugen. Über Emotionen spricht sie in Bezug auf ihre Arbeit allerdings nicht. Gefühlsmalerei wird vom Publikum zu schnell als weiblich interpretiert und abgetan, kritisiert sie. "Zustand" ist neutraler. Katrin ist eine kämpferische Natur. Sie gibt Gas. Mit ihrem blassen Gesicht, dem mittellangen, leicht zerzausten Haar und den markant hervorstehenden Adern an ihren Unterarmen wirkt sie vif, wenn sie über Malerei spricht. Sie sieht ihre Arbeit als Dokumentation und Ausblick.
Katrin malt seit sie 16 ist. 1970 in Gütersloh geboren, aufgewachsen in der Steiermark, besuchte sie die Meisterklasse von Wolfgang Hollegha und Sue Williams an der Akademie der bildenden Künste in Wien.
Ihre Bildsprache hat sich · trotz gesellschaftlichem Verlangen nach Wiedererkennungswerten · im Laufe der Jahre verändert. "Das Loch, in dem ich nicht weiß, was ich malen soll, entpuppt sich jedes Mal als Anfang für etwas Neues", beschreibt die Malerin ihre künstlerische Entwicklung.
Sabine Lackner
Zu den Abbildungen:
Oben: An · Licht · Aus, 170 ò 150 cm, Öl auf Molino.
Links: Seltsam, 180 ò 150 cm, Öl auf Molino.
Rechts: Genotyp, 150 ò 180 cm, Öl auf Molino.
Bis Ende Dezember ist das Bild "Streuner" (3 ò 10 m, Öl auf Molino) von Katrin Plavcak in der U-Bahn-Station Schottentor zu sehen.



Erschienen am: 26.11.1999

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EXTRA vom 24.12.2004

Glossen
Bullet Hülle in Fülle
Bullet Letzte Sätze
Bullet Mitesser im Keller

Schwerpunkt
Bullet "Die Kirche mischt sich in alles ein"
Bullet Der Schreibsüchtige
Bullet Die Armut von Bethlehem
Bullet Die Sonne der Gerechtigkeit
Bullet Kind ohne Ablaufdatum
Bullet Schampus mit Lachs
Bullet Schöne Bescherung!

Bücher
Bullet Guterson: Unsere Liebe Frau vom Wald
Bullet Mankell: Ich sterbe, aber die Erinnerung lebt
Bullet Somavilla, Ilse (Hrsg.) : Licht und Schatten

Music
Bullet Die besten CDs 2004

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