Verzicht auf kaufmännisch-personelle Geschäftsführung
Entgegen bisherigen Ankündigungen, die Geschäftsführung in einen kaufmännisch-personellen und einen wissenschaftlich-künstlerischen Bereich aufzuspalten, soll es nun sowohl einen künstlerischen Geschäftsführer als auch einen wissenschaftlichen Leiter geben. "Die kaufmännischen Angelegenheiten soll ein zusätzlicher interner Prokurist, der von der Geschäftsführung bestellt werden wird, übernehmen", gab das Büro von Kulturlandesrat Gerhard Hirschmann bekannt.
Ausschreibung auf deutschsprachige Zeitungslandschaft beschränkt
Bei der Suche nach den geeigneten Kandidaten lässt man sich weder viel Zeit noch setzt man auf eine flächendeckende europaweite Ausschreibung: Neben den österreichischen Tageszeitungen habe man das Inserat "in der Süddeutschen Zeitung, der "Neuen Zürcher Zeitung" und der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" schalten lassen, hieß es von Seiten des Referats für Personalmanagement der Steiermärkischen Landesregierung.
Internationale Erfahrung verlangt
"Mindestens dreijährige Erfahrung mit der Leitung von internationalen Kulturinstitutionen in wirtschaftlicher Eigenständigkeit" gehört dennoch zu den Grundvoraussetzungen für die Bewerbung für den künstlerischen Geschäftsführer. Damit sind automatisch alle bisherigen Abteilungsleiter des Joanneums und wohl auch Mitarbeiter anderer österreichischen Landesmuseen von der Bewerbung ausgeschlossen. Wie zugeschnitten erscheint die Ausschreibung allerdings auf den gegenwärtigen Leiter der Kunsthalle Basel, dem aus Graz stammenden Kunsthistoriker Peter Pakesch.
Weniger strikte Anforderung an wissenschaftlichen Geschäftsführer
Weitaus offener gibt sich der Ausschreibungstext für die Funktion des
Geschäftsführers im wissenschaftlichen Bereich: "Abschluss eines der Funktion
entsprechenden Hochschulstudiums mit Affinitäten zu den wissenschaftlichen
Aufgabengebieten des Landesmuseums Joanneum" sowie u.a. "Kenntnis in Museologie
oder einem vergleichbaren Fach". (APA)
Quelle: ©
derStandard.at