Wien
- Mit seinen spektakulären Wasserfällen in New York sorgt der
dänisch-isländische Künstler Olafur Eliasson derzeit für Aufsehen. Im
Herbst wird Eliasson eine Kunstinstallation in Wien realisieren, die
erstmals 1998 in New York gezeigt wurde: "Yellow Fog". Ab 9. Oktober
wird täglich gelber Nebel über die Fassade der Zentrale des
Elektrizitätskonzerns Verbund, Am Hof in Wien-Innere Stadt, hinaufströmen - und zwar dauerhaft, hieß es in einer Ankündigung.
Der Nebel wird durch ein Gitter im Gehsteig an der 48 Meter langen Fassade hinaufströmen und von 32 Leuchtstoffröhren in einem speziellen Gelb-Ton beleuchtet werden. Die Installation wird jeweils nach Einbruch der Dämmerung für eine Stunde aktiv sein, der Nebel wird auch in Richtung des Platzes strömen und soll so die Kunstsammlung des Verbundes mit dem öffentlichen Raum verbinden. Eliasson sieht den Nebel als Werkzeug für eine veränderte Wahrnehmung des Stadtraumes, und die täglichen Wetterbedingungen lassen den "Yellow Fog" wiederum jeden Tag anders erscheinen.
Verbindung von Architektur, Kunst und Naturmotiven
Die ab 9. Oktober gezeigte Wiener Installation überlappt für kurze Zeit mit den New Yorker Wasserfällen, die bis 13. Oktober täglich von früh bis spät laufen und nach Sonnenuntergang beleuchtet werden. Die US-Stadt erhofft sich dadurch einen Touristenansturm, der mindestens 55 Millionen Dollar Mehreinnahmen bringen soll.
Der 1967 geborene Däne Eliasson hat schon mehrfach mit riesigen Aktionen für Aufsehen gesorgt. So färbte er bei dem Projekt "Green River" (1998 bis 2001) mehrere Flüsse weltweit mit grünem Farbstoff ein. Sein "Wetter-Projekt" 2003 im Londoner Kunsttempel Tate Modern, bei dem er eine künstliche Sonne und Nebelschwaden schuf, zog innerhalb von einem halben Jahr mehr als zwei Millionen Besucher an. (APA/red)